Wie nachhaltig sind deine Lieblingsmarken?

Rank a Brand vs. Studenten der RSM Rotterdam: 11 Ideen

Hier ist ein Experiment: 54 Master-Studenten im Fach Wirtschaft und Nachhaltigkeit ranken gemeinsam mit Rank a Brand Verbrauchermarken und untersuchen dabei über mehrere Wochen dessen Methodik und Betrieb. Danach präsentieren sie ihre Ergebnisse. Werden daraus nützliche Erkenntnisse für Rank a Brand erbracht? Halten die Aktivitäten von Rank a Brand einer so eingehenden Prüfung stand?

Wie du vielleicht schon vermutest, haben wir besagtes Experiment bereits durchgeführt. Mehrere Teams aus Studenten des Master-Programms Globaler Handel und Nachhaltigkeit an der Rotterdam School of Management haben im Rahmen des Kurses Nachhaltigkeit und Verhaltensethik unsere Rankings der Telekommunikationsbranche aktualisiert. Im Zuge dessen haben sie untersucht, wie fair das Ranking-System von Rank a Brand ist, ob Einstufungen auf den ‘richtigen’ Werten basieren, wie Rank a Brand mit seinen Stakeholdern umgehen sollte, und vieles mehr.

 

Ihr allgemeines Fazit: Die Arbeit von Rank a Brand ist fundiert, trägt wesentlich zum Verbraucherbewusstsein bei und leistet damit einen unschätzbaren Beitrag zum Druck auf Unternehmen, nachhaltiger zu wirtschaften. Doch natürlich ist der Weg zu wahrhaft nachhaltiger Produktion und nachhaltigem Verbrauch noch lang. Daher haben die Studenten zahlreiche Ideen geliefert, die Rank a Brand in der Erfüllung seiner Mission helfen können. Hier ein Eindruck.

  1. Rank a Brand möchte in weitere Länder und damit in andere Kulturen expandieren. Kann es wichtige kulturelle Unterschiede darin geben, was unter Nachhaltigkeit verstanden wird? Ein interkultureller Dialog könnte dabei helfen herauszufinden, ob Rank a Brand’s Beurteilung von Nachhaltigkeit kulturell gefärbt ist und für jede Kultur angepasst werden muss.

  2. Rank a Brand ist nicht allein in der Bewertung von Nachhaltigkeit. Andere Initiativen mit vergleichbaren Zielen sind der Dow Jones Sustainability Index, Corporate Knights Global 100 und B Corp. Es ist wenig überraschend, dass die Ergebnisse all dieser Initiativen manchmal voneinander abweichen. Doch woran liegt das, und könnte dies durch eine Zusammenarbeit überwunden werden?

  3. Rank a Brand bewertet die Richtlinien und Maßnahmen einer Marke zur sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit (Arbeitsbedingungen, Klima- und Umweltschutz). Dies deckt tatsächlich einige der wichtigsten Nachhaltigkeitsaspekte ab. Doch ein weiterer Bereich, der interessant wäre, ist ökonomische Nachhaltigkeit. Unternehmen könnten dann auch danach bewertet werden, ob sie beispielsweise Steuern vermeiden.
  4. Inwieweit sollten Unternehmen niedrige Bewertungen in bestimmten Bereichen mit hohen Bewertungen in anderen ausgleichen können? Wenn eine Marke beispielsweise unter Verdacht steht, Kinderarbeiter zu beschäftigen, sollten dann positive Punkte wie die Nutzung erneuerbarer Energien oder Recycling trotzdem voll angerechnet werden?

  5. Die A- bis E-Kennzeichnungen von Rank a Brand können mit dem amerikanischen Notensystem verwechselt werden und können außerdem die Tatsache verschleiern, dass zum Beispiel zwei C-Bewertungen manchmal in ihrer Punktezahl weiter auseinanderliegen als eine C- und D-Bewertung. Eine Alternative könnte das weniger mehrdeutige Fünf-Blätter-System sein:
  6. Rank a Brand schätzt Transparenz: Marken, die keine Informationen zur Nachhaltigkeit bereitstellen, bekommen automatisch die schlechteste Bewertung. Während dies einerseits zu Transparenz auffordert, kann es andererseits kleinere Unternehmen benachteiligen, die sehr begrenzte Ressourcen für eine solche Berichterstattung haben. Wie wäre es, solchen Unternehmen Vorlagen zu schicken, sodass sie nur die benötigten Informationen ausfüllen müssen um ein angemessenes Ranking zu erhalten?

  7. Gleichzeitig könnte Rank a Brand selbst mehr Transparenz darüber bieten, wie seine eigene Ranking-Methodik aufgebaut ist. Die Nachhaltigkeitsaspekte, die bewertet werden, werden unter anderem aus denen der Global Reporting Initiative ausgewählt, aber wie wird eine optimale Abdeckung der Aspekte sichergestellt? Und wie wird für jeden Bereich entschieden, welche Zertifizierungen und Richtlinien ausreichend zuverlässig sind, um für die Bewertung genutzt zu werden? Eine Möglichkeit, hier die Transparenz zu verbessern könnte sein, den Unternehmen eine Vorabinformation über neue Ranking-Fragen zukommen zu lassen.

  8. Marken, die sich bereits stark in der Nachhaltigkeit engagieren, interessieren sich vermutlich für mehr als nur ihr Ranking. Was kann Rank a Brand ihnen noch bieten? Vielleicht einen Branchenreport über die neuesten Ranking-Entwicklungen? Oder vielleicht sind diese Marken bereit, einige interne Informationen bereitzustellen, um den Bewertungsprozess weiter zu verbessern?
  9. Da Rank a Brand als Organisation wächst, könnten zusätzliche formelle Regularien nötig werden. Hier kommen einem sowohl Audits in den Sinn, als auch ein Ethikkodex für gemeinnützige Organisationen. Es könnte zum Beispiel explizit geprüft werden, ob Ranker tatsächlich keine Interessenskonflikte haben.

  10. Für Rank a Brand als gemeinnützige Organisation stellt sich auch die Frage, wie es ihre Wirkung oder ihren Mehrwert bezüglich ihrer Ziele messen kann. Die Zahl der bewerteten Marken oder die Besucherzahlen der Webseite sind nur Indikatoren, erlauben aber keine Quantifizierung des Wirkung. Eine interessante Kennzahl könnte die Zahl der Marken sein, deren Ranking sich gegenüber dem Vorjahr verbessert hat. Andererseits lässt sich kein kausaler Zusammenhang beweisen zwischen den Aktivitäten von Rank a Brand und denen der Marke.

  11. Nach dem Besuch der Website von Rank a Brand haben Verbraucher sicherlich die besten Absichten, nachhaltigere Marken zu kaufen, aber wenn es dann um die konkrete Kaufentscheidung geht, tun sie das vielleicht nicht unbedingt. Um dafür zu sorgen, dass gute Absichten häufiger zu entsprechendem Verhalten führen, könnte Rank a Brand ein Browser-Plugin zur Verfügung stellen, das den Verbraucher die Rankings der Marken direkt sieht, während er deren Webseiten besucht oder sogar während des Online-Shoppings.

All diese Ideen von so vielen intelligenten und kritischen Studenten zu bekommen ist ein wenig vergleichbar mit einem Schwarm Bienen in einem Obstgarten: sehr fruchtbar. Und da wir derzeit unsere neue Webseite entwerfen und eine Generalüberholung unseres Wikis mit all den Ranking-Kriterien planen, werden wir sicherlich jede Idee bedenken und prüfen. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir uns Ideen und Rat nur bei Wirtschaftsstudenten holen möchten. Daher, liebe/r Leser/in, zögere nicht, auch deine Gedanken mit uns zu teilen!

Dieser Eintrag wurde von verfasst von Maarten Wubben, Ranker bei Rank a Brand und Dozent an der Rotterdam School of Management.

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‘Sauber’ telefonieren – Telekomanbieter im Ranking

Beim Telefonieren und Surfen im Internet wird, wie beim Gebrauch von Websites selbst, kaum deutlich, dass auch unser Konsum von Telekommunikationsdienstleistungen auf Mensch und Umwelt wirkt. Im Anschluss unseres Website Rankings 2017 im Januar lassen wir nun unser Telekomanbieter Ranking 2017 folgen.

Untersucht haben wir erneut, welche Maßnahmen Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Teléfonica oder Vodafone treffen, um die Nutzung ihrer Telekommunikationsdienstleistungen so fair, klima- und umfreundlich wie möglich werden zu lassen. Im Zuge unseres aktuellen Rankings haben wir die folgenden 13 Marken untersucht: 1&1, Ay Yildiz, Base, Blau, Congstar, Fonic, Lebara, O2, Ortel, Tele2, Telekom, Vodafone und Yourfone.

Realisiert haben wir diese Rankings übrigens erstmals nicht innerhalb unseres Ranker-Teams, sondern mit Studenten der Rotterdam School of Management welche dort im zurückliegenden Semester den Kurs ‘Sustainability & Behavioural Ethics’ belegt hatten. Zu dieser Zusammenarbeit, welche wir als einen tollen Erfolg bewerten, folgt in den kommenden Tagen ein gesonderter Beitrag.

 

Spitzenreiter im aktuellen Ranking ist die Teléfonica-Marke Ortel. Für die Top-Position genügt dabei bereits eine C-Label Bewertung. Wir stufen Ortel demnach nur als ‘bedingt empfehlenswert’ ein. Alle nachfolgenden Marken erreichen überdies höchstens nur noch eine D-Label Bewertung und werden somit als ‘kaum empfehlenswert’ eingestuft. Eine Einstufung als ‘Top-Marke’ (A-Label) oder ’empfehlenswert’ (B-Label) erreicht also keine der untersuchten Marken.

Abgesehen von Yourfone berichten zwar alle Marken dass Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt werden. Beispielsweise durch den Bezug und der eigenen Erzeugung erneuerbarer Energie, oder durch eine Steigerung der Energieeffizienz im Geschäftsbetrieb. Keines der untersuchten Unternehmen weißt jedoch eine Klimabilanz des eigenen Geschäftsbetriebs auf die in den zurückliegenden fünf Jahren um mindestens 10% reduziert werden konnte. Bei Vodafone und Teléfonica (Eigner von Ay Yildiz, Base, Blau, FonicOrtel und O2) stiegen diese vielmehr um rund 4% beziehungsweise 1,5% an. Lediglich die Deutsche Telekom konnte ihre absoluten Klimaemissionen zwischen den Jahren 2014 und 2015 um zumindest 5% verringern. Überzeugende Ziele für (weitere) Reduktionen in den folgenden Jahren kommuniziert zudem keines der untersuchten Unternehmen.

 

Auch können bis auf weiteres keine Bewertungspunkte bezüglich des Bezugs erneuerbarer Energie für Elektrizität vergeben werden. Zwar berichtet beispielsweise Teléfonica dass 74% des Energieverbrauchs in Deutschland aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Das Unternehmen wird allerdings nicht deutlich, woher und aus welchen Quellen diese Energie bezogen wird. Die tatsächliche Zusätzlichkeit des erneuerbaren Energiebezugs lässt sich somit nicht bestimmen, denn es wird nicht deutlich, ob es sich hierbei zum Beispiel um RECS-zertifizierte Energie aus Norwegischen Wasserkraftwerken handelt, oder ob die Energie für den Zeitpunkt des Gebrauchs tatsächlich quasi neu erzeugt wurde. Für die eigene Erzeugung erneuerbarer Energie erzielen die untersuchten Marken der Deutschen Telekom (Congstar, Telekom), Teléfonica und Vodafone aber zumindest einen Bewertungspunkt im aktuellen Ranking.

Untersucht haben wir die Telekomanbieter zudem auf Umwelt- und Sozialkriterien für ihr Produktangebot und im Beschaffungswesen für den eigenen Geschäftsbetrieb. Während keines der untersuchten Unternehmen bezüglich Umweltkriterien wie der Vermeidung riskanter Chemikalien in der angebotenen und genutzten Hardware, Produktlebenszyklen, Wasserverbrauch oder Müllerzeugung zu überzeugen wusste, konnten bei Sozialkriterien zu beispielsweise Arbeitsstandards oder Konfliktmineralien jedoch zumindest die Deutsche Telekom und Teléfonica überzeugen. Ausreichende Transparenz zu den wichtigsten Zulieferern der Telekomanbieter liefert wiederum keines der untersuchten Unternehmen.

Zusammenfassend bleibt für den Moment festzuhalten, dass Telefonieren und Surfen im Internet mit Deutschlands größten Telekom-Marken im Kern als nicht nachhaltig angesehen werden kann. Zumindest in Bezug auf den Gebrauch erneuerbarer Energie zeigt im Gegensatz dazu das Niederländische Telekomunternehmen KPN, dass 100% erneuerbare Energie sowie Deutlichkeit zu den Quellen der bezogenen Energie möglich ist. Ortel‘s Spitzenposition im aktuellen Ranking für Deutschland begründet sich – im Unterschied zu den anderen Teléfonica-Marken – des weiteren allein aufgrund des Umstandes, dass es sich hierbei um eine ‘Sim-Only’ Marke handelt die keine Hardware wie insbesondere Smartphones anbietet. Die Umweltbilanz stellt sich demnach hier automatisch besser dar, denn es wird somit zumindest der Neukauf von Hardware nicht fortwährend stimuliert.

 

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‘World Wide Waste’ – Website Ranking 2017

Sie sind unser täglicher Unterhalter, machen uns das Leben bequem und vernetzen die Welt. Ganz einfach, per Mausklick. Doch jeder Mausklick bedeutet Arbeit: Web-Unternehmen wie Google, Facebook, Twitter, Dropbox, LinkedIn oder eBay benötigen viel Energie für große Serverfarmen, beanspruchen ebenso die Arbeit vieler Menschen (einschließlich ihrer Lieferketten) und verbrauchen, trotz vermeintlicher Digitalität, viele natürliche Ressourcen. Wie ist es demnach um die Nachhaltigkeit von Google, Facebook, Twitter & Co. bestellt?

 

Unsere neuesten Rankings zeigen leider, dass sich im Vergleich zu den Ergebnissen der Vorjahre nicht allzu viel zum besseren entwickelt hat. Während die Infrastruktur der Webangebote immer ausgefeilter wird, lassen die Firmen Transparenz sowie überzeugende Resultate bezüglich Umwelt- und Klimaschutz, sowie sozialer Verantwortung weiterhin größtenteils vermissen.

Auch im aktuellen Ranking können wir demnach keine Marke mit einem A- oder B-Label ranken. Gmail, Google, Google+ und YouTube von Alphabet, Inc. reichen somit auch weiterhin eine C-Label Bewertung um die Führung im Ranking klar zu behaupten. Die Verfolgermarken Facebook und Instagram (Markeneigner Facebook, Inc.), Bing, Outlook.com und Skype (Markeneigner Microsoft Corp.) sowie eBay erzielen bereits lediglich eine D-Label Bewertung und werden somit als ‘kaum empfehlenswert’ eingestuft.

Alle weiteren Marken, wie zum Beispiel Yahoo!, GMX, WEB.DE oder Wikipedia bekommen mit maximal 2 von 16 möglichen Punkten eine E-Label Bewertung. Schlusslichter sind Unternehmen wie XING, Twitter und LinkedIn die gar keine stichhaltigen Informationen zur betrieblichen Nachhaltigkeit veröffentlichen.

 

Die meisten Marken punkten vor allem im Themenbereich Klimaschutz. E-Label Marken, welche zumindest ein oder zwei Punkte in ihrer Gesamtbewertung erreichten, erzielen diese beispielsweise ausschließlich zu Bewertungsfragen die den Klimaschutz betreffen. Exemplarisch sind hier GMX, WEB.DE (beides Marken der United Internet AG) oder auch Flickr und Yahoo! (beides Marken von Yahoo!, Inc.) zu nennen.

Insgesamt können 16 von 23 Marken Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen vorweisen. Immerhin 8 dieser 16 Marken können zudem mit ihrer Klimabilanz punkten. Diese Marken realisierten eine Reduktion und / oder Kompensation ihrer Treibhausgasemissionen um mindestens 10% in den letzten 5 Jahren. Außerdem können 11 Marken mit einer Power Usage Effectiveness (PUE) kleiner 1,5 für ihre Datenzentren aufwarten.

Die Berichterstattung sowie Ergebnisse zum Klimaschutz von Alphabet, Inc. erzielen in der aktuellen Untersuchung wieder die meisten Bewertungspunkte. Das Unternehmen weist überzeugende Klimabilanz- und PUE-Werte auf und macht unter allen untersuchten Unternehmen einzig glaubhaft und konkret genug deutlich, dass zumindest 28% der bezogenen Energie für Elektrizität aus erneuerbaren Quellen generiert wurden. Letztlich ist dies auch der entscheidende Grund für die Spitzenposition von Gmail, Google, Google+ und YouTube im aktuellen Ranking.

Die Berichterstattung der Unternehmen bezüglich betrieblicher Maßnahmen zum Umweltschutz ist grundsätzlich stark verbesserungswürdig. Keine der 23 Marken veröffentlicht beispielsweise überzeugende Strategien zur nachhaltigen Entsorgung von Elektronikschrott. Lediglich Alphabet, Inc. veröffentlicht außerdem positiv bewertbare Informationen zu einem zumindest teilweise nach Umweltkriterien ausgerichteten Beschaffungswesen. Allein Facebook, Inc. sowie Microsoft Corp. veröffentlichen zudem Angaben zum gesamtjährlichen Wasserverbrauch sowie getroffener Maßnahmen zur Verringerung dessen.

Keines der untersuchten Unternehmen macht überdies überzeugende Angaben zur Umsetzung von Standards für menschenwürdige Arbeitsbedingungen im Beschaffungswesen. Ebenso wird bei keinem Unternehmen ersichtlich, welche die zumindest wichtigsten Zulieferunternehmen sind. Dementsprechend konnten wir im Themenbereich Arbeitsbedingungen bisher keinen einzigen Bewertungspunkt vergeben. Im Vergleich zu den Themenbereichen Klima- und Umweltschutz wird der Thematik Arbeitsbedingungen in der Lieferkette demnach noch klar die geringste Aufmerksamkeit in der Berichterstattung gewidmet. Das nährt entsprechend keine großen Hoffnungen, dass ein faires Beschaffungswesen in der betrieblichen Praxis der untersuchten Websites von maßgebender Bedeutung ist.

 

Was können wir tun?

Die Abmeldung von Diensten wie Twitter, Facebook oder eBay wäre eine Option. Wer, wie auch wir bei Rank a Brand, soweit aber noch nicht gehen möchte, kann den untersuchten Marken allerdings in jedem Fall mitteilen, dass auch Themen wie Umwelt- und Klimaschutz sowie faire Arbeitsbedingungen zunehmend von Bedeutung sind wenn es darum geht zu entscheiden, welche Webdienste wir zukünftig nutzen wollen. Die kürzlich gestartete ‘Netflix-Kampagne’ von Greenpeace schlägt in die gleiche Kerbe. Vielversprechende Alternativen für einige Bereiche wie Mailing und Suche gibt es zudem: so zum Beispiel Posteo oder Ecosia. Unterstützt uns mit Spenden um Rankings auch zu solchen Marken realisieren zu können.

 

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Spende für unser Schuh-Ranking

Welche Schuhmarken schreiten auf den Gebieten der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit voran, und verdeutlichen dies auf Grundlage einer aussagekräftigen und glaubwürdigen Berichterstattung? Nach unseren 2015er Rankings ist es an der Zeit unsere Rankings populärer Schuhmarken zu aktualisieren sowie einige neue Marken in das Ranking aufzunehmen.

Um dieses Vorhaben in den kommenden Wochen realisieren zu können, starten wir heute eine Crowdfunding Kampagne auf Pifworld. Denn, für die Realisierung unserer Rankings benötigen wir auch Unterstützung in Form von Spenden. Diese schaffen die Grundlage für die Realisierung unserer Plattform von VerbraucherInnen für VerbraucherInnen.

 

HIER gelangt ihr zu unserer Kampagne

Je 250€ die wir im Rahmen unserer Kampagne von euch erhalten, können wir ein Ranking realisieren. Das betrifft sowohl ein Update eines bestehenden Rankings wie auch ein Ranking einer neuen Marke. Ihr könnt dabei mitbestimmen, welche Marken in das neue Ranking aufgenommen werden sollen.

Auch bei unseren 2017er Rankings wird sich der Fokus dabei wieder auf Themen der drei folgenden Bereiche richten:

– Klimaschutz (Verminderung von klimaschädlichen Emissionen)
– Umweltschutz (Vermeidung gefährlicher Chemikalien und Müll, Alternativen zu u.a. Leder oder konventioneller Baumwolle, Produktlebenszyklus)
– Arbeitsbedingungen (faire Löhne, Arbeitszeiten, Sicherheit, keine Kinderarbeit etc.)

Unser letztes Ranking zur Nachhaltigkeit populärer Schuhmarken wurde Anfang 2015 realisiert – mit dem Ergebnis, dass einzig die Marke Ethletic mit einer B-Label Bewertung als ’empfehlenswert’ eingestuft wurde. Viele der anderen bisher untersuchten Marken wiesen demgegenüber beträchtlichen Raum für Verbesserungen auf. Entweder in Bezug auf die tatsächliche Nachhaltigkeitsleistung, und / oder bei der Bereitstellung einer aussagekräftigen und glaubwürdigen Berichterstattung dazu.

Wir hoffen und sind zuversichtlich, dass sich im Laufe der letzten zwei Jahre einiges bei den bisher untersuchten Herstellern getan hat, und dass wir aufgrund der heute startenden Kampagne auch neue Schuhmarken in unser Ranking aufnehmen können welche uns hoffentlich mehr zu überzeugen wissen.

Also, unterstützt uns – auf dass der Kauf des nächsten Paar Schuhe ein Erfolg auf ganzer Linie wird.

HIER gelangt ihr zu unserer Kampagne

Ratgeber für verantwortungsbewussten Weihnachtseinkauf

Für alle Weihnachtsenthusiasten ist der Dezember meistens vorbei bevor er richtig angefangen hat. Während man organisiert, welche Oma an welchem Feiertag kocht, bei Weihnachtsfeiern wichtelt und nebenbei auch noch die Jahresendaufgaben vom Chef pünktlich vorm Jahreswechsel eintütet, vergeht die Zeit wie im Flug. Wann soll man da noch Geschenke besorgen? Geschweige denn, sich Gedanken über deren Herkunft, Nachhaltigkeit und Produktionsbedingungen machen?

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Zumindest für das letzte Problem bieten wir Hilfe: Wir haben bereits mehr als 750 Marken gerankt und möchten euch mit diesem Blogeintrag einen Überblick über die besten Marken im jeweiligen Feld geben. Alle hier erwähnten Marken erhalten mindestens ein B-Label und werden von uns bezüglich Schutz für Mensch, Klima & Umwelt als empfehlenswert eingestuft. Nebenbei gibt’s auch gleich noch ein paar gute Geschenke-Ideen für Suchende.

Kleidung
Saint-Basics ist als einzige A-Label-Marke der Spitzenreiter im Segment Kleidung und Schuhe. Hier könnt ihr Unterwäsche aus Bio-Baumwolle erstehen oder auch Geschenkgutscheine – perfekt als Last-Minute-Geschenk. Solltet Ihr nicht nur auf Unterwäsche aus sein, gibt es noch 17 weitere Anbieter, die mit einem B-Label daherkommen und deshalb empfehlenswert sind. Die meisten bieten ihre Produkte bequem online an.

Greenality aus Stuttgart, zum Beispiel, hat nicht nur Klamotten, sondern bietet auch wiederverwendbare Becher für den Morgenkaffee an, die sich ganz vortrefflich mit A-Label Kaffeebohnen oder Tee von GEPA und Lebensbaum kombinieren lassen. Doch nicht nur Becher oder kunstvoll designte Glasflaschen (von Soulbottles), auch ganz normale Accessoires gibt es in nachhaltig. So zum Beispiel (Unterarm-) Taschen, Beutel oder Schmuck von People Tree oder Waschbär.

Für extravagante Gürtel aus Kork ist bleed der richtige Ansprechpartner, darüber hinaus kommen (vor allem weibliche) Individualisten bei recolution auf ihre Kosten.

Nachhaltige Kleidungsgeschenke für den Winter wie Mützen, Schals oder Handschuhe gibt es bei fast allen Anbietern des Casual Clothings Sectors (z.B. armedangels, Kollateralschaden). Wer richtig outdoor schenken möchte, der schaut sich allerdings am besten bei Vaude um.

Im Bereich der Füße kennen sich Ethletic und Minga Berlin bestens aus, was das verantwortungsbewusste Einkleiden mit Schuhen und Socken angeht.

Natürlich gibt es nicht nur für Große etwas. Band of Rascals, Cotonea und hessnatur kümmern sich darum dass auch bei den Kleinen und Kleinsten nachhaltige Freude unterm Baum liegt.

Hautpflegeprodukte
Im zweiten Halbjahr 2016 haben wir Kosmetika in unser Portfolio aufgenommen. Die beiden Bestplatzierten sind Weleda und Dr. Hauschka, knapp vor Sante und Logona (alle B-Labels). Hier könnt ihr euch nach Herzenslust und guten Gewissens austoben. Auf den Webseiten der Anbieter findet ihr ganz leicht eine Filiale in eurer Nähe.

Essen und Trinken
Natürlich geben wir nicht nur Geld für Weihnachtsgeschenke aus. Auch fürs Weihnachtsessen, -trinken und -naschen wandert eine ordentliche Portion unseres Ersparten über den Ladentisch. Dementsprechend haben wir auch im Bereich Supermärkte sowie Erfrischungsgetränke und Biersorten vorgesorgt und euch aktuelle Rankings erstellt. Lest die letzten Blog-Einträge (weiter unten) für die neuesten Informationen oder schaut euch in den jeweiligen Sektoren auf www.rankabrand.de um.

Übrigens: Für jegliche Dekorationsartikel, wie LED-Lichterketten, Kerzen oder Weihnachtsbaumschmuck, aber auch Plätzchenformen hat der Waschbär jede Menge faire Angebote parat.

Um weiter für euch da zu sein brauchen wir eure Unterstützung!
Unsere besten Argumente im Umgang mit den Markenherstellern sind unsere Unabhängigkeit und unsere Gemeinnützigkeit. Um diese zu gewährleisten sind wir auf Spenden angewiesen. Wenn Ihr einen Teil eurer Weihnachtsausgaben in ein Geschenk an die Gesellschaft stecken wollt, seid Ihr bei uns richtig. Mit eurer Spende können wir weiterhin nachhaltige Marken bekannter machen und Druck auf Großkonzerne hinsichtlich Ihrer Produktionsbedingungen ausüben.

Ihr könnt über zwei Wege spenden:

  1. Werdet Freund von Rank a Brand. Als Freund von Rank a Brand unterstützt ihr unsere Bewegung mit mindestens 25 Euro im Jahr. Ihr habt dabei Mitspracherecht bezüglich der Marken, Branchen und Themen die untersucht und gerankt werden sollen.
  2. Spendet direkt und ohne jährliche Verpflichtung an das Konto:

Rank a Brand e.V.
IBAN DE 92 5003 1000 1005 5950 09
BIC: TRODDEF1

Wenn ihr Rank a Brand schon unterstützt, hiermit nochmals herzlichen Dank. Durch euch wird unsere Bewegung stärker. Indem ihr eure Motivation mit euren Freunden teilt, könnt ihr noch besser zum Wachstum der Gemeinschaft beitragen und damit den Druck auf die Marktführer erhöhen, Ihre Produkte nachhaltiger und fair zu produzieren.

Wir wünschen euch einen erfolgreichen fairen und nachhaltigen Weihnachtseinkauf.

Team Rank a Brand

“Wie Flasche leer” – Limo-Marken kaum überzeugend

Es gibt nicht viel Erfrischenderes als eine kühle Limonade. In Sachen Nachhaltigkeit zeigen viele namhafte Marken allerdings eine wenig erfrischende Leistung. Die Herausforderungen für die Branche sind Themen wie Energie- und Wasserbilanz, nachhaltige und wiederverwertbare Verpackungen sowie fair und umweltfreundlich produzierte Früchte, andere Rohstoffe und natürlich Zucker. In unserem neuen Ranking wird jedoch erneut deutlich, dass viele Marken beim Thema Nachhaltigkeit wenn überhaupt nur wenig überzeugend zu Werke gehen. Die Transparenz der Hersteller lässt zudem auch weiterhin zu wünschen übrig.

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Wir haben 29 Limo-Marken analysiert. Das Ranking umfasst die Themenbereiche Klimaschutz Umweltschutz sowie faire Arbeitsbedingungen. Einzig Lemonaid hat dabei die Voraussetzungen für ein B-Label erfüllt und wird als empfehlenswert eingestuft. 26 der 29 eingeschlossenen Marken dagegen ranken mit einem ungenügenden D- oder sogar E-Label. Die meisten Hersteller haben also noch viel zu tun.

Die Bestplatzierten
Lemonaid ist erneut der beste Akteur im Feld, mit 14 von 24 möglichen Punkten. Die Abfüller aus St. Pauli punkten vor allem bei Arbeitsbedingungen und verwenden ökologisch und fair trade zertifizierten Zucker. Gleiches gilt auch für die meisten anderen Rohmaterialien. Zwei weitere deutsche Hersteller, Bionade und Premium-Cola, verdienen sich ein C-Label – beide mit jeweils 11 von 24 Punkten. Während Bionade insbesondere beim Umwelt- & Klimaschutz punktet, verdanken die Premium-Cola’ner ihre gute Position im Ranking vor allem den positiven Bewertungen beim Klimaschutz.

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Der Trend
Von den erwähnten Ausnahmen abgesehen, gibt der generelle Trend keinen Grund zur Euphorie. Abgesehen von ersten Ansätzen lassen die meisten Hersteller kaum erkennen, dass Themen der sozialen sowie ökologischen Nachhaltigkeit umfassend genug strategisch adressiert und umgesetzt werden. So wissen sowohl Marktführer wie Coca-Cola (inklusive Fanta / Sprite), PepsiCo (inklusive 7Up) und Dr Pepper kaum zu überzeugen wenn es um konkrete Resultate wie eine Verringerung der Klimabilanz geht. Bei beiden Unternehmen ist diese, gemessen an absoluten Kennzahlen, tatsächlich angestiegen. Ebenfalls problematisch: der Bezug fair und umweltfreundlich produzierter Rohwaren sowie die Vermeidung von Verpackungsmüll. Dies trifft auch auf die Schlusslichter im Ranking zu, wie beispielsweise Red Bull, Vita Cola oder afri cola. Im Vergleich zu allen anderen untersuchten Herstellern zeigen sich diese Marken jedoch auch als am intransparentesten – was somit kaum mehr Rückschlüsse auf ihre tatsächliche Nachhaltigkeit zulässt.

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Wie fair ist meine Bank? Faktencheck 2.0

Der Fair Finance Guide Deutschland hat zum zweiten Mal deutsche Geldhäuser unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten analysiert und verglichen: die GLS Bank und Triodos Bank befinden sich weiterhin an der Spitze – die Postbank ist neues Schlusslicht.

Im Vergleich zur Premiere im März dieses Jahres wurde die Zahl der untersuchten Banken auf zehn vergrößert. Analysiert und verglichen wurden die Richtlinien deutscher Banken zu ökologischen und sozial-gesellschaftlichen Aspekten und der Art der Unternehmensführung (ESG) sowie deren Einhaltung. Ein zentraler Befund: Die Nachhaltigkeitsrichtlinien von acht Banken haben sich seit der ersten Untersuchung verbessert, doch es gibt weiterhin inakzeptable Defizite.

Banken-Ranking-2016

 

Die Platzierungen:

Die GLS Bank und Triodos Bank liegen erneut an der Spitze, Neueinsteiger Postbank nimmt den letzten Platz ein. Vergleichsweise schlecht steigt auch die zweite neu untersuchte Bank, die HypoVereinsbank (UniCredit Deutschland), ein: Rang 7 unter den zehn untersuchten Geldinstituten. Die katholische Pax-Bank, die bei der ersten Untersuchung noch die schlechteste Bewertung erhielt, macht einen großen Sprung auf Platz 4, direkt hinter die evangelische Bank für Kirche und Diakonie (KD Bank). Unter den konventionellen Großbanken ist die Commerzbank nach wie vor bestplatziert und liegt vor der Deutschen Bank, deren ESG-Selbstverpflichtungen sich aber auch spürbar verbessert haben. Die DZ Bank und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) treten auf der Stelle.

Obwohl laut einer forsa-Umfrage 72 Prozent der Deutschen genau wissen wollen, wie Banken ihre Gelder verwenden, halten sich diesbezüglich viele Geldhäuser nach wie vor bedeckt, so ein Ergebnis der Analyse. „Das Schweigen der Bänker muss ein Ende haben“, fordert Thomas Küchenmeister, geschäftsführender Vorstand vom Facing Finance e.V., der den Fair Finance Guide Deutschland koordiniert. „Solange Banken intransparent agieren oder sogar ihre eigenen Richtlinien unterlaufen, solange werden wir Bankkunden darüber informieren, ob ihre Gelder zum Beispiel für Rüstungsprojekte, Klimazerstörung oder Steuerfluchtgeschäfte verwendet werden“, so Küchenmeister.

Gerade beim Thema Klimawandel haben sich die Banken am wenigsten bewegt und schneiden durchschnittlich am schlechtesten ab. „Es ist schon bemerkenswert, dass ausgerechnet die Landesbank LBBW aus dem grün-schwarzregierten Baden-Württemberg über keinerlei Ausschlusskriterien in Bezug auf den hochgradig klimaschädlichen Energieträger Kohle verfügt“, sagt Sarah Guhr, Projektleiterin des Fair Finance Guide Deutschland. Die Selbstverpflichtungen der untersuchten Banken reichten nicht aus, um die beschlossenen Pariser Klimaziele umzusetzen.

FFG-2.0 - Entwicklungen

 

Die wenigsten Berührungsängste in Bezug auf die Rüstungsindustrie zeigt die Deutsche Bank, wie auch die Konzerntochter Postbank, was aus menschenrechtlicher Sicht sehr problematisch ist. „Die Postbank beruft sich öffentlich ausschließlich auf unverbindliche Universalstandards wie den UN Global Compact“, erklärt Johanna Sydow von Germanwatch. „Auch das erklärt das schlechte Ergebnis bezüglich sozial-gesellschaftlicher Aspekte sowie der Art der Unternehmensführung. “Der Verweis der Bank auf interne Selbstverpflichtungen reiche nicht aus, da diese nicht öffentlich und damit nicht überprüfbar sind.

Auch beim Thema Steuern attestiert der Fair Finance Guide den Banken schlechte Noten mit Verweis auf mangelnde Richtlinien zur Vermeidung von Steuerflucht. Insgesamt tauchen laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung 28 deutsche Geldinstitute in verschiedenen Zusammenhängen in den Panama Papers auf, darunter auch die Commerzbank, die Deutsche Bank, die DZ Bank, die LBBW und die HypoVereinsbank.

„Für die genossenschaftlichen bzw. öffentlich-rechtlichen Institute DZ Bank und die LBBW lassen sich nur geringfügige Verbesserungen feststellen, sie verharren auf den hinteren Plätzen“, kritisiert Antje Schneeweiß von SÜDWIND. Grundsätzlich ist aber ein positiver Einfluss des Fair Finance Guide auf die Branche festzustellen. „In sieben Fällen wurden von Banken verbesserte Nachhaltigkeitsrichtlinien veröffentlicht, die auch auf das Engagement des Fair Finance Guide und den intensiven Dialog mit den Banken zurückzuführen sind“, betont Mario Dziamski von Rank a Brand.

Facing Finance und die Kooperationspartner im Fair Finance Guide werden ihre Zusammenarbeit fortsetzen und ausweiten. Zudem ist vorgesehen, anhand von öffentlich zugänglichen Fallstudien kontinuierlich zu prüfen, ob Banken ihre ESG-Richtlinien einhalten.

Ziel des Fair Finance Guide Deutschland ist es, für Bankkundinnen und -kunden mehr Transparenz und Vergleichbarkeit in Bezug auf die soziale und ökologische Bilanz deutscher Banken herzustellen und ihnen die Möglichkeit zu geben, die Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle besser beurteilen zu können. Dafür steht das anhand von 250 Kriterien detailliert recherchierte und frei zugängliche ESG-Bewertungsportal zur Verfügung.

 

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Verantwortungsvoll trinken, auch für die Umwelt

Das Oktoberfest ist zwar gerade rum, die nächste Gelegenheit für ein Bier zum Feierabend, Wochenende, Fußballspiel usw. ist aber sicher nicht weit. Auch in diesem Jahr soll daher unser aktualisiertes Ranking zur ökologischen Nachhaltigkeit populärer Biermarken wieder helfen, um auch im Sinne des Klimas und der Umwelt verantwortungsvoll zu trinken.

Untersucht wurden erneut Themen zur Klimabilanz und Effizienz, weiteren Klimazielen, Gebrauch erneuerbarer Energie, Verarbeitung bio-zertifizierter Rohwaren, Wasserbilanz und Effizienz, Verpackungs- und Müllaufkommen sowie Recycling von Abfall.

Beer-Ranking-2016-DE-RaB

Spitzenreiter ist und bleibt wie in den Vorjahren Neumarkter Lammsbräu. Unter allen untersuchten Biermarken überzeugt die Brauerei aus Neumarkt in der Oberpfalz seit jeher beispielsweise mit der konkretesten Nachhaltigkeitsberichterstattung und verarbeitet als einzige Brauerei ausschließlich bio-zertifizierte Rohwaren. Wir stufen Neumarkter Lammsbräu daher mit einem B-Label weiterhin als ’empfehlenswert’ ein.

Auf den weiteren Plätzen folgen Marken der Brauereikonzerne Heineken Group sowie Anheuser-Busch InBev. Die Marken Amstel und Heineken der Heineken Group konnten dabei den zweiten Rang im Ranking ergattern. Beck’s, Corona und Hasseröder von Anheuser-Busch InBev sowie Paulaner nehmen hingegen den dritten Rang ein. All diese Biermarken wurden mit einem C-Label als ‘bedingt empfehlenswert’ eingestuft.

Das Mittelfeld des Rankings formen mit Astra, Warsteiner, Krombacher, Bitburger und Rothaus insbesondere Biermarken aus Deutschland. Jedoch auch die irische Marke Guiness sowie die Niederländer von Grolsch und Alfa finden sich in diesem Segment des Rankings wieder. Mit einem D-Label sowie der Einstufung ‘kaum empfehlenswert’ wissen diese Hersteller bisher allerdings kaum zu überzeugen.

Die größte Gruppe im Ranking erzielt mit einem E-Label allerdings leider die schlechteste Bewertung und wird von uns als ‘nicht empfehlenswert’ eingestuft: Duvel, Störtebeker, Veltins, Augustiner, Erdinger, Flensburger, Jever, Oettinger, Radeberger und Sternburg.

 

BeerUpdate-2016-De-RaB

Vor allem bei den D- und E-Label bewerteten Biermarken begründen sich die eher ungenügenden Rankings allerdings auch mit einer kaum aussagekräftigen und nicht transparenten Berichterstattung zum betrieblichen Klima- und Umweltschutz. Diese Brauereien gewähren im Grunde kaum Einblick, wie umweltfreundlich die Biere produziert werden. Mehr Transparenz zu Themen wie Klimaemissionen, Wassereffizienz, Rohwaren oder Verpackungsaufkommen könnten die Rankings der jeweiligen Brauereien mitunter deutlich verbessern.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich so beispielsweise das Ranking von Rothaus von einem ehemals E-Label auf zumindest ein D-Label gesteigert, denn die Angaben zum Anteil erneuerbarer Energie in der Produktion sind seit diesem Jahr deutlicher. Von einem D- auf ein C-Label haben sich zudem die Rankings der Heineken Group und Anheuser-Busch InBev Marken verbessert. Beide Unternehmen konnten auf Konzernebene deutlich verbesserte Klimabilanzen aufweisen, was in Anbetracht der Größe dieser Unternehmen klar als positive Entwicklung bewertet werden kann (Heineken Group von 1.8 Mio. Tonnen CO2e in 2013 auf 1.5 Mio. Tonnen CO2e in 2015 / AB InBev von 6.0 Mio. Tonnen CO2e in 2014 auf 5.2 Mio. Tonnen CO2e in 2015).

Die Rankings der Marken Astra und Warsteiner sind demgegenüber jeweils von einem C-Label auf ein D-Label abgerutscht. Bei Warsteiner ist dies mit zu veralteten Kennzahlen in der Berichterstattung zu begründen, weswegen diese in unser aktuelles Ranking nicht mehr einbezogen werden konnten. Eine aktuellere Berichterstattung ist allerdings in Aussicht. Das Ranking wird dann auf dieser Grundlage nochmals aktualisiert. Der Grund für das schlechtere Ranking von Astra ist hingegen der, dass sich die Klimabilanz des Markeneigners Carlsberg Group zwischen den Jahren 2011 und 2015 nicht mehr ausreichend genug zum positiven entwickelt hat (998,944 Tonnen CO2e in 2011 auf 948,257 Tonnen CO2e in 2015). Eine spezifische Klimabilanz für die Brauerei von Astra wurde zudem nicht veröffentlicht.

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Nachhaltigkeit bei Drogerien: kein Händler empfehlenswert

Mit Budnikowsky, dm-drogerie, Douglas, Müller und Rossmann haben wir erstmals Drogerien zu ihren Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz sowie fairen Handelspraktiken untersucht. Keiner der Händler kann bisher als empfehlenswert eingestuft werden. Die fünf Händler wurden jeweils mit einem D-Label bewertet. Alle Drogerien werden somit als ‘kaum empfehlenswert’ eingestuft. dm-drogerie führt das Ranking dennoch leicht an. Douglas und Rossmann teilen sich hingegen den gemeinsamen letzten Platz.

Die untersuchten Drogerien weisen keine überzeugende Berichterstattung zur Unternehmensverantwortung auf. Alle fünf Händler adressieren das Thema Nachhaltigkeit durchaus auf ihren Webseiten. Eine strukturierte, jährliche Nachhaltigkeitsberichterstattung ist allerdings bei keinem Händler ersichtlich. Drogerien wie dm-drogerie oder Budnikowsky besitzen zwar einen guten Ruf in Sachen Nachhaltigkeit. Aussagekräftige Nachweise liefern sie dafür in der bisherigen Form jedoch kaum. Unternehmen aus ähnlichen Branchen, wie Lebensmitteleinzelhändler oder Hersteller von Kosmetik- und Pflegeprodukten, sind hier mitunter bereits ein deutliches Stück weiter.

Scorecard-Drugstores-Ranking-2016-DE

 

Klimaschutz

Alle Drogerien berichten, dass sie sich für den Klimaschutz einsetzen. Getroffene Maßnahmen im eigenen Geschäftsbetrieb zielen dabei insbesondere auf Energieeffizienz, Logistik sowie den Bezug und die Erzeugung erneuerbarer Energie ab. So machen Budnikowsky und dm-drogerie deutlich, dass die verbrauchte Energie für Elektrizität ausschließlich aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird.

Eine Klimabilanz, die zumindest den eigenen Geschäftsbetrieb umfasst, veröffentlicht jedoch kein Händler. Ob die getroffenen Maßnahmen über die Jahre wirksam gewesen sind ist somit nicht ersichtlich. Wegen der fehlenden Bilanzierung zu den ausgestoßenen Klima-Emissionen verwundert es in der Folge auch nicht, dass keines der untersuchten Unternehmen messbare Klimaschutzziele kommuniziert.

Umweltschutz

Die fünf untersuchten Drogerien führen jeweils Naturkosmetik sowie bio-zertifizierte Lebensmittel im Sortiment und bieten für den nachhaltigen Einkauf somit einige gute Optionen. Den tatsächlichen Anteil nachhaltigerer Produkte am Gesamtsortiment macht allerdings keines der untersuchten Unternehmen deutlich. Somit wird kaum ersichtlich, wie sehr Kriterien zur Nachhaltigkeit bei der Sortimentsgestaltung wirklich von Bedeutung sind.

Umfassende Angaben zur Umweltfreundlichkeit der Eigenmarken im Kosmetikbereich macht ebenfalls kein Händler. Einzig Budnikowsky und dm-drogerie kommunizieren zumindest, dass keine Tierversuche bei den Eigenmarkenprodukten durchgeführt werden. Budnikowsky berichtet darüber hinaus, dass die Eigenmarken im Kosmetikbereich mikroplastikfrei sind. Alle untersuchten Drogerien führen zudem eine eigene Naturkosmetiklinie. Ob jedoch Maßnahmen getroffen werden, um Schadstoffe wie Parabene oder erdölbasierte Inhaltsstoffe aus allen Kosmetikprodukten der Eigenmarken zu entfernen, verdeutlicht hingegen kein Händler.

In Bezug auf Themen zur Ressourceneffizienz überzeugen die untersuchten Drogerien ebenso wenig. Die von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) am 5. August veröffentlichte Studie „Weniger ist mehr: Ressourceneffizienz im europäischen Drogeriehandel“ stützt sich auf unsere Untersuchungsergebnisse und verdeutlicht dies wie folgt: „durch das Angebot an Einwegplastikflaschen, Toilettenpapieren aus Neufasern oder nicht komprimierten Deodorants, verschwenden Drogerien massenhaft wertvolle Rohstoffe und lassen die Abfallberge weiter anwachsen. Gleichzeitig werden keine Daten zum Ressourcenverbrauch des Produktsortiments veröffentlicht und Ziele, den Materialeinsatz zu verringern, nicht festgelegt.“

Fairer Handel

Die Berichterstattung zu Themen des fairen Handels der angebotenen Produkte ist, im Vergleich zu Umwelt- und Klimaschutzthemen, sogar noch spärlicher ausgeprägt. Fair Trade zertifizierte Markenprodukte können zwar beispielsweise bei dm-drogerie und Müller in sämtlichen Produktkategorien wie Lebensmittel, Kosmetik oder Textilien erworben werden. Bisher kann jedoch keines der untersuchten Unternehmen mit einer konkreten Strategie bezüglich einer sozial verantwortlichen Sortimentsgestaltung überzeugen.

Darüber hinaus werden die Drogerien kaum dahingehend deutlich, ob Inhaltsstoffe wie Palm- und Kokosnussöl, Carnaubawachs, Shea- und Kakaobutter für die Kosmetikeigenmarken sozial verantwortlich produziert werden. Gleiches gilt zudem für den Abbau von Mineralien wie Mica. Mit zumindest einigen Informationen zu verantwortungsvollen Beschaffungsmaßnahmen von Sheabutter und Palmöl kann dm-drogerie bei diesem Thema bereits als fortschrittlichste Drogerie hervorgehoben werden. Die bisher dargelegten Resultate sind jedoch auch bei dm-drogerie noch nicht überzeugend.

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Neu im Ranking: Kosmetik & Körperpflege

Wie nachhaltig sind eigentlich Lush, The Body Shop oder L’Oréal? Jeden Monat erreichen uns viele Anfragen für weitere Rankings bisher noch nicht untersuchter Marken. Unter den Marken von bisher noch nicht untersuchten Branchen gehörten Kosmetikmarken dabei immer zu den Marken, die am häufigsten angefragt wurden. Im Rahmen der Natural Beautycase Kampagne der Niederländischen NGO Stoere Vrouwen (dt. Starke Frauen) wurde es nun möglich, dass wir Marken für Kosmetik & Körperpflege erstmals untersuchen konnten. Für den Anfang haben wir 30 Marken untersucht (hier kannst du weitere Marken anfragen, sofern deine Lieblingsmarke noch nicht dabei ist).

Cosmetica-Banner-DE

 

Wie bei unseren anderen Rankings haben wir auch die Kosmetikmarken in den drei Themenbereichen Klima- und Umweltschutz sowie Arbeitsbedingungen untersucht. Neben üblicherweise populären Themen wie Inhaltsstoffen oder Tierschutz, haben uns demnach ebenso Themen wie der Bezug erneuerbarer Energie, Ressourceneffizienz oder faire Arbeitsbedingungen beim Abbau von Mineralien wie Glimmer interessiert (die Bewertungskriterien können im Detail hier eingesehen werden).

Der Spitzenreiter in unserem neuen Ranking für Kosmetikmarken ist Weleda. Auf den weiteren Plätzen folgen mit Dr. Hauschka, Logona, Sante, laveraLiving Nature und Zao ebenfalls ausschließlich Naturkosmetik-Hersteller. Weleda, Dr. Hauschka, Logona und Sante stufen wir mit einem B-Label dabei als ’empfehlenswert’ ein. lavera, Living Nature und Zao erhalten aktuell eine C-Label Bewertung und werden somit als ‘bedingt empfehlenswert’ eingestuft.

Alle weiteren Marken im Ranking schneiden hingegen nicht besser als mit einem D-Label ab (‘kaum empfehlenswert’). Das Feld dieser Marken führen Eucerin und Nivea an. In diesem Segment des Rankings finden sich, neben L’Oréal, Dove oder Maybelline, auch Marken wie The Body Shop, Lush und Yves Rocher wieder.

Das Image dieser drei Marken wird eigentlich ebenfalls mit Begriffen wie ‘natürlich’, ‘Tierschutz’ oder ‘Ressourcenschutz’ assoziiert. Im Rahmen unserer Untersuchungen wird jedoch einerseits nochmal deutlich, dass diese Hersteller beispielsweise bei den verarbeiteten Inhaltsstoffen nicht mit Naturkosmetik-Marken verglichen werden können. So verarbeiten sowohl The Body Shop, Lush wie auch Yves Rocher in einigen Produkten Mikroplastik oder Parabene. Überdies bleiben zu Themen wie Klima-, Material- und / oder Abfallbilanzierung, Nutzung erneuerbarer Energie oder beim Anteil ‘natur’- und / oder ‘bio’-zertifizierter Produkte viele Fragen offen. Bei Lush und The Body Shop wird jedoch zumindest deutlich, dass Tierversuche ausgeschlossen sind.

App Tips zur Überprüfung von Kosmetikprodukten auf kritische Inhaltsstoffe: ToxFox & Codecheck

Neben Estée Lauder, M.A.C und Rimmel London sind zudem mit Aveda und Rituals zwei Marken selbst mit einem E-Label gelistet, die ebenso ein ‘naturbezogenes’ Markenimage pflegen. Diese beiden Hersteller liefern letztlich kaum mehr überzeugende Informationen, welche für ein besseres Ranking nötig wären. Wie bei den meisten D- und E-Label bewerteten Kosmetikmarken ist dies teilweise auch auf eine Nachhaltigkeitsberichterstattung zurückführen die, wie im Fall von Aveda, zwar durchaus umfassend ist, jedoch gleichzeitig weniges Konkretes zur tatsächlichen Nachhaltigkeitsleistung bietet.

Kosmetik-Ranking-2016

 

Bei den Konzernen Beiersdorf (Eucerin & Nivea), Unilever (Dermalogica, Dove & Zwitsal) und L’Oréal (Lancôme, L’Oréal, Maybelline und The Body Shop) ist die Berichterstattung teilweise zwar konkreter. Beispielsweise bezüglich Klima-, Material- und Abfallbilanzierungen. Die Marken dieser Hersteller erzielen aktuell jedoch ebenfalls keine guten Bewertungen. Ein bedeutsamer Grund dafür ist, dass diese Hersteller Inhaltsstoffe wie Mikroplastik, Silikone, Paraffine und andere erdölbasierte Inhaltsstoffe in ihren Markenprodukten verarbeiten. Die Verarbeitung genetisch veränderter oder bestrahlter Materialien kann für die jeweiligen Marken zudem ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Marken wie Nivea, L’Oréal oder Dove werden jedoch nicht allein deswegen als ‘kaum empfehlenswert’ eingestuft weil sie aufgrund der verarbeiteten Inhaltsstoffe grundsätzlich nicht als Naturkosmetik-Marken gelten können, sondern auch weil sie in anderen Themenbereichen Defizite aufweisen. So weisen die absoluten Klimabilanzen der eigenen Betriebstätigkeiten für Beiersdorf und L’Oreál einen Anstieg der Emissionen im letzten Berichtsjahr auf, veröffentlichen Unilever und L’Oréal keine aussagekräftigen Bilanzierungen zum jährlichen Materialverbrauch sowie erzeugtem Abfall und schließen sowohl Beiersdorf, L’Oreál wie auch Unilever Tierversuche nicht vollumfänglich aus.

Ebenso bleiben Resultate zu getroffenen Maßnahmen für faire Arbeits- und Handelsbedingungen beim An- / Abbau von tropischen Rohstoffen wie Palmöl, Sheabutter oder Kakaobutter sowie Mineralien wie Glimmer oder Gold zu sehr im Unklaren. Diese Kritikpunkte müssen jedoch auch an die Konzerne Estée Lauder (M.A.C & Estée Lauder) und Coty (Rimmel London) gerichtet werden. Dessen Marken erzielen schließlich lediglich eine E-Label Bewertung und werden somit als ‘nicht empfehlenswert’ eingestuft.

Jene Kosmetikmarken die wir mit einem B- oder C-Label als ’empfehlenswert’ (Weleda, Dr. Hauschka, Logona & Sante) oder zumindest ‘bedingt empfehlenswert’ (lavera, Living Nature & Zao) einstufen, überzeugen hingegen insbesondere bei den Umweltthemen. Sie entsprechen allesamt den Kriterien für Naturkosmetik von beispielsweise NATRUE, Ecocert, Demeter, COSMEBIO und / oder dem BDiH. Sie vermeiden somit auch den Einsatz bedenklicher Inhaltsstoffe wie Parabene, Silikone, Mikroplastik oder anderer erdölbasierter Inhaltsstoffe. Als vollständig vegan kann jedoch keine dieser Marken gelten. lavera erreicht mit etwas mehr als 90% den aktuell höchsten Anteil veganer Produkte.

In den Themenbereichen Klimaschutz und faire Arbeitsbedingungen schneiden die untersuchten Naturkosmetik-Hersteller im Vergleich zu den anderen Kosmetikmarken darüber hinaus nicht wesentlich besser ab. Die veröffentlichten Informationen und / oder Resultate sind auch hier bislang nicht wirklich überzeugend. Die aktuell eher eingeschränkte Berichterstattung zur Nachhaltigkeit verhindert dabei vor allem bei lavera, Living Nature und Zao ein noch besseres Ranking.

 

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