Donnerstag Abend, 15. März, in Deutschland. Viele Menschen saßen vor dem Fernseher, schauten “Bambule” bei ZDFneo und sahen wie sich Sarah Kuttner über “Ampelfarben” von Apple, H&M und Converse erschrak. Ampelfarben? Apple, H&M und Converse? Sarah Kuttner? Was hat es damit auf sich?

Ganz einfach. Sie (Sarah Kuttner) sitzt bei ihm (Maurice Stanszus) auf dem Sofa und läßt sich durch “Die ganze grüne Welt” von WeGreen führen. WeGreen 3 ist letzte Woche Donnerstag gestartet und durch Frau Kuttners’ Besuch bei WeGreen war das “Hallo” dabei absolut fabelhaft!

Wiedermals möchten auch wir WeGreen für die erneute Neuerfindung seiner selbst gratulieren!

WeGreen ist einer unserer Partner und wir sind sehr erfreut über den äußerst positiven Weg, den wir seit nunmehr zwei Jahren gemeinsam gehen. Denn je bekannter und populärer WeGreen wird, desto höher wird dadurch auch die Reichweite unserer Rankings. Wie am Beispiel von Sarah Kuttners’ (scheinbarer) (noch) Lieblingsschuhmarke “Converse” sind unsere Rankings nämlich ein wesentlicher Bestandteil der Ampel von WeGreen.

Wir freuen uns daher gemeinsam mit WeGreen und wünschen auch für Zukunft alles Gute!

Ist Rank a Brand Greenwashing sicher? Das ist eine oft gestellte Frage an uns. Unsere Antwort lautet dann: Grundsätzlich ja, ausschließen können wir aber nichts. Im gleichen Atemzug versichern wir jedoch immer auch folgendes: Sollten wir einen Verdacht klar bestätigen können, werden wir diesen ohne Umschweife kommunizieren.

Nun ist es soweit.

Uhlsport und After Eden als Trittbrettfahrer ertappt

Als wir vor einigen Wochen die Modemarken Uhlsport und After Eden gerankt haben, fiel uns auf den jeweiligen Internetseiten der Marken der Verweis auf die Business Social Compliance Initiative (kurz: BSCI) ins Auge. Auffällig dabei war, dass beide Marken jedoch nicht deutlich machten, ob auch eine eigene Mitgliedschaft besteht. Die BSCI ist eine Initiative vieler Unternehmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den globalen Produktionsketten.

 

 

Daraufhin haben wir einen Blick in das öffentlich zugängliche Mitgliederverzeichnis der BSCI geworfen. Das Ergebnis: Weder Uhlsport noch After Eden waren darin aufgeführt. Wir schickten daraufhin eine Anfrage an die BSCI und wenige Tage später erhielten wir die vermutete Bestätigung, beide Marken sind keine Mitglieder der BSCI.

Die BSCI bedankte sich daraufhin bei uns und teilte zudem mit, dass man die Marken dazu auffordern werde, entweder der BSCI beizutreten oder jegliche Erwähnungen zurückzunehmen. Statt sich der BSCI anzuschließen, entschieden sich beide Marken im Zuge dessen lieber für Option Zwei.

 

 

Geflunker – ein regelmäßiger Vorfall Ja oder Nein?

Die missbräuchliche Erwähnung der BSCI auf den Internetseiten von Uhlsport und After Eden wird vom kanadischen Unternehmen TerraChoice als “Sin of Fibbing” (dt. “Sünde falscher Aussagen”) bezeichnet. Entsprechend dem “The Sins of Greenwashing Report 2010” von TerraChoice, handelt es sich dabei um die am seltensten begangene Sünde. Das ist gut vorstellbar, ist diese Sünde doch äußerst offensichtlich und stünde man beim ertappt werden zu sehr mit dem Rücken zur Wand.

Das solche Fälle missbräuchlicher Erwähnungen tatsächlich eher selten vorkommen, konnte uns auf Nachfrage auch Lorenz Berzau, Geschäftsführer der BSCI, bestätigen: Uhlsport und After Eden seien die beiden einzigen Markenhersteller, die in den letzten Jahren mit einer solchen Handlung auffällig geworden sind. Zudem brachte Herr Berzau zum Ausdruck, dass die erzeugten Konfusionen bei den aktuellen Fällen ein ernstzunehmendes Problem für die BSCI darstellen. Das erfolgreiche Handeln der BSCI bedarf nämlich eines sehr starken Engagements aller mitwirkenden Akteure. Das Trittbrettfahrerverhalten der Marken Uhlsport und After Eden belastet die Bemühungen der BSCI hingegen maßgeblich.

Weitere Träger der Last

Das Verhalten der beiden Markenhersteller betrifft aber auch andere Akteure negativ. So zum Beispiel:

- Die ArbeiterInnen in den Produktionsketten von Uhlsport und After Eden. Sie sind in letzter Konsequenz die größten Leidtragenden in diesem Sachverhalt! Die Erzeugung des Scheins eines verantwortungsbewussten Unternehmens hilft den ArbeiterInnen in den Zulieferbetrieben nämlich am geringsten weiter. Erstgemeintes Handeln ist hingegen gefragt!

- Die engagierten Unternehmen: Es gibt viele Unternehmen, die sich wesentlich aktiver und konsequenter für eine faire Globalisierung einsetzen. Auch gegenüber solchen Unternehmen steigert sich mit jedem weiteren negativen Vorfall das Misstrauen hinsichtlich deren Engagement und Glaubwürdigkeit.

- Die Verbraucher: Ihnen entzieht sich durch solche vorsätzlichen Täuschungen immer mehr das Vertrauen gegenüber engagierten Unternehmen und Akteuren wie der BSCI. Wachsende Interessen für neue Prioritäten im Konsumverhalten werden somit im Keime erstickt.

Mehr Verantwortungsbewusstsein

Das Gebot der Stunde muss nun für Uhlsport und After Eden konsequentes und verantwortungsvolles Handeln sein! Dabei sind im Bezug auf den aktuellen Fall vor allem die folgenden Aktionen anzuraten:

- Stellungnahme gegenüber den getäuschten Kunden,

- Überarbeitung (Uhlsport) / Erstellung (After Eden) eines Verhaltenskodex sowie dessen konsequente Anwendung,

- Aktives Mitwirken bei einer Multi-Stakeholder-Initiative zur Verbesserung globaler Arbeitsbedingungen. Neben der BSCI wäre das zum Beispiel auch bei der Ethical Trading Initiative, Fair Labor Association, Fair Wear Foundation oder Made-By möglich.

Wir werden Uhlsport und After Eden im Sinne dessen im Blick behalten!

Wenn Schuhe, Handtaschen oder andere Kleidungsstücke so schön sind, dass sie einem Kunstwerk gleichen, ist es grundsätzlich ja nicht verwerflich, dass deren Preis im Vergleich mit anderer Mode auch etwas höher ist. Seit nun mehr zwei Jahren stellt sich uns allerdings ernsthaft die Frage, welchen Anteil der mitunter hohen Verkaufserlöse die Hersteller von Luxusmode unserem Ökosystem auch wieder zurückgeben?

Zweifelsohne machen nämlich insbesondere diese Hersteller regen Gebrauch von kostbaren Rohstoffen wie Leder, Fell, Seide oder Kaschmirwolle, deren Quellen wiederum sehr empfindlich sind. Seide, Leder und Fell werden zum Beispiel “direkt” vom Tier gewonnen. Das allein dieses Thema höchst ernst ist, belegt dass mittlerweile seit Jahren andauernde Engagement von Tierschutzorganisationen wie Peta.

Aber nicht minder wichtig ist natürlich auch, wie es um das Klimaschutz-Engagement der Markenhersteller bestellt ist und ob menschenwürdige Arbeitsbedingungen für die Arbeiter vorherrschen, die die hochwertigen Rohstoffe letztlich so meisterhaft zusammennähen und schneidern!

Leider wird uns bisher allerdings nur eines wirklich deutlich: Je teurer und exklusiver die Modemarke ist, desto intransparenter im Sinne ihres Engagements für Mensch & Natur ist sie. In den allermeisten Fälle ist es schlicht und einfach nicht möglich, auch nur irgendetwas zu den Produktionsumständen der Edelprodukte zu erfahren.

Aus diesem Grund erhalten Luxusmarken wie Vivienne Westwood, Armani, Miu Miu, Oscar de la Renta, Vera Wang, Prada, Jimmy Choo, Jean Paul Gaultier, Dior, Valentino, Dolce & Gabbana, Chanel, Hermes, Michael Kors und Karl Lagerfeld allesamt keinen einzigen Punkt in unseren Rankings. Was ist der Grund für diese enorme Verschlossenheit?

Intransparenz auf so breiter Ebene lässt leider nichts Gutes vermuten und für uns bisher nur eine gültige Schlussfolgerung zu: Allgemeines Desinteresse wenn es um nachhaltige Produktionsweisen geht! Am Mangel finanzieller Mittel kann es jedenfalls nicht liegen, dass wäre in der Welt des Luxus ganz einfach ein zu großer Widerspruch in sich selbst. Es ist wohl vor allem eine Frage Willens!

Um den Luxusmarken daher zu mindestens aus Sicht der Verbraucher spüren zu lassen, dass ihr in Zukunft mehr Offenheit und ernstgemeintes Handeln im Sinne des Klima-, Umwelt- und Menschenrechtsschutzes verlangt, sendet Karl Lagerfeld & Co. via Rank a Brand einfach eine Mail. Geht dazu auf das entsprechende Markenprofil, klickt auf “Mailkontakt” und teilt den Marken mit, was euch persönlich wichtig ist und verlangt vor allem eines: Mehr Transparenz!

Wie bereits in unserem Google Blog vor einigen Wochen geschrieben, wollen wir euch noch in diesem Jahr ein Update sowie überarbeitete Ranking-Kriterien für unsere Website Marken liefern. Bei unserer Arbeit dazu, sind wir auf diese Angaben zum Klimaschutz aus Microsoft‘s Citizenship Report 2011 – Markeneigner von Bing, Hotmail, MSN – gestoßen…

Hier geht’s zur Website von Microsoft.

Wie fair und sauber sind eigentlich Nutella, Snickers, Chiquita, KitKat, Nespresso, Starbucks & Co.? Diese Frage beschäftigte uns bei Rank a Brand bereits eine ganze Weile. Wir haben uns daher rangemacht und in den letzten Wochen überprüft, wie es um das Nachhaltigkeitsengagement dieser und anderer populärer Lebensmittelmarken bestellt ist.

Tatsächlich ist es nämlich so, dass bei der Herstellung und dem Handel von Lebensmitteln immer noch und immer wieder ethisch höchst bedenkliche Arbeitsumstände vorherrschend sind, sowie auf das Klima und die Umwelt kaum Rücksicht genommen wird.

Um zukünftig einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Lebensmittelmarken hinsichtlich Klima-, Umwelt- und Menschenrechtsschutz bereits heute vorbildlich handeln, oder aber noch viel Nachholbedarf aufweisen, haben wir daher den Entschluss gefasst, von nun an auch populäre Marken der Lebensmittelindustrie zu ranken.

Zum Anfang haben wir uns dabei mit Markenprodukten beschäftigt, zu deren Herstellung Rohstoffe aus tropischen Ländern gebraucht werden. Also: Kaffee, Tee, Schokolade und Südfrüchte.

Der Start ist also gemacht und es sollen noch viele Marken sowie weitere Lebensmittelbranchen folgen! Dazu haben wir jedoch Unterstützung nötig und wollen wir von euch wissen, welche Marken oder Branchen wir als nächstes ranken sollen. Informiert uns dazu via kontakt@rankabrand.de, Twitter oder Facebook!

Unterstützt zudem Kampagnen wie 10 Campaign! Es ist an der Zeit, dass wir handeln – mit unseren Stimmen & Geldbeuteln!

Nachdem bereits über 500 gerankte Verbrauchermarken auf www.rankabrand.de online sind, ist es nun an der Zeit, unsere deutschprachigen Fans auch via Twitter mit regelmäßigen Updates zu unseren Rankings sowie Geschehnissen rundum Rank a Brand auf dem Laufenden zu halten.

Daher geht ab heute auch der Rank a Brand e.V. bei Twitter an den Start! Klickt auf HIER und ihr landet auf unserem Twitter Profil!

Wofür wir Twitter ab heute nutzen werden ist eigentlich ziemlich simpel. Täglich sind wir darum bemüht, unsere Anzahl gerankter Marken zu erweitern sowie auf die neusten Stände zu bringen. Via Twitter werden wir euch darüber nun täglich auf dem Laufenden halten. So bleibt ihr bequem auf dem neusten Stand bei welcher Marke sich was tut!

Sofern euch dieser Service gefällt, wird unser tägliches Engagement hingegen noch ein Stück mehr belohnt, um euch auf übersichtliche und transparente Weise über das Nachhaltigkeitsengagement populärer Verbrauchermarken zu informieren!

In diesem Sinne: Los gehts! und Spread The Word um uns Flügel für einen fliegenden Start zu verleihen!

Google hat in der letzten Woche neue Angaben zum eigenen CO2 Ausstoß veröffentlicht. In Form ansehnlicher Infografiken machte der Suchriese die neuen Informationen öffentlich. Das hat zur Folge, dass Google dadurch an die Spitze unserer Website Rankings gerückt ist. Soweit so gut… Es fehlen jedoch auch noch viele Informationen und beim Auswerten der neuen Info’s schrillten bei uns zudem die Greenwashing Alarmglocken.

Saustall
Zum ersten Mal hat Google seinen CO2 Fußabdruck veröffentlicht. Dieser wird entsprechend Google Angaben vollkommen kompensiert. Konkret deutlich gemacht wird jedoch nicht, wie und wo das geschieht. Dafür aber zeichnete Google das Bild einer Viehhaltung welches aufzeigt, wie, im Rahmen eines Google Kompensations Projektes, die Methangasse vom Vieh abgefangen werden und für den eigenen Energieverbrauch wiederverwertet werden. Durchaus sympathisch, aber eine vollständige Liste mit allen CO2-Kompensations Projekten von Google hätte uns deutlich besser gefallen! Ebenso wäre eine Berichterstattung nach den Standards der Global Reporting Initiative gut gewesen. Beinahe jedes global agierende Unternehmen tut das bereits.

Greenwashing Alarm
Eigenartig ist zudem, dass Google einen Verbrauch von 25% erneuerbarer Energien angibt, jedoch nur 6% selber ankauft.  Der restliche Anteil befindet sich im Standard-Mix des Stromnetzes. Google rechnet sich diesen aber selber zu. Ist das erlaubt? Eine Begründung steht jedenfalls aus.

Des Weiteren etwas zum Begriff „Energiesparendes Rechenzentrum“:  Sparen die Rechenzentren wirklich kontinuierlich einen wesentlichen Anteil Energie ein? Eher nein. Auch Google’s Rechenzentren verbrauchen noch stets große Mengen Energie, auch wenn das bereits relativ effizient geschieht.

Was man selber tun kann…
Google gibt auch Tips dazu, wie wir selbst das Internet “grüner” gebrauchen können. Einer der Tips ist: Gebraucht Gmail, denn Gmail ist Bestandteil der Cloud (dt. Rechnerwolke) von Google! Laut Google werden die Server in den eigenen Rechnerwolken nämlich optimal genutzt und arbeiten somit auch sparsamer.

Einmal mehr: Soweit so gut…  Von Hotmail oder Yahoo! unterscheidet sich Google dadurch aber nicht besonders.

Strengere Kriterien
Um Google’s Nachhaltigkeitsengagemt zukünftig noch besser mit dem von Yahoo!, MSN und weiteren populären Suchseiten beurteilen und vergleichen zu können, werden wir noch vor Ablauf des Jahres unsere Kriterienliste erweitern. Neu einbezogen werden dann insbesondere jüngste Best-Practise Praktiken innerhalb des Website Sektors. Einhergehend damit werden dann auch Updates zu allen gerankten Internetmarken erfolgen.

Unterstützung sowie Hinweise zu diesem Vorhaben sind dabei jederzeit willkommen!

Ob nun Wonderbra, Calvin Klein, American Apparel oder H&M, mittlerweile haben wir viele Markenhersteller gerankt, die Unterwäsche anbieten. Reset.to entschloss sich daher, mal einen expliziten Blick in diese Modekategorie zu wagen.

Shorts & Slips
Zuallererst im Bericht erwähnt, wurde die Marke Pants to Poverty aus England. Und das auch aus gutem Grund! Seit eh und je geben die Londoner bei uns nämlich eindeutig den Ton an, wenn es um umweltfreundlich und fair produzierte Unterwäsche geht.

 

 

„Ergänzend“ zum Einheitsbild der aktuell von Björn Borg und American Apparel geprägten „Unterhosen-Landschaft“ in Deutschland, wäre es dementsprechend doch gar nicht so übel, wenn auch das Pants to Poverty Logo immer öfter bei seinen Trägern hervorblitzen würde. Online ordern kann man die Shorts und Slips beispielsweise beim Avocadostore.

Sportlich & Funktional
In der Kategorie „Sportunterwäsche“ hebt sich hingegen keine Marke besonders hervor. Ob nun Adidas, Puma, Trigema mit 9 v. 16 Pkt. oder Nike und Champion mit 7 v. 16 Pkt., alle Hersteller befinden sich mehr oder weniger auf Augenhöhe. Nur Russell Athletic fällt ein wenig ab ( 5 Pkt.), sowie Jockey (1 Pkt.) und Falke komplett (0 Pkt.).
Entscheidende Unterschiede zwischen den bestgerankten Sportmarken gibt es aber trotzdem. So ist Puma beispielsweise sehr bemüht hinsichtlich Klimaschutz und Trigema „100% Made in Germany“.

Handelsmarken
Ein ähnliches Bild wie bei den Sportmarken ergibt sich auch bei den großen Handelsmarken. Marks&Spencer gibt leicht den Ton an (9 v. 16 Pkt.), H&M, C&A und GAP folgen dich darauf (8 Pkt.). Deutliche Unterschiede sind aber wiederum im Detail zu finden. Marks&Spencer und C&A punkten komplett in der Kategorie „Klimaschutz“, GAP ist hingegen auf einem guten Weg beim Schaffen gerechter Arbeitsbedingungen.

Lingerie & Feines
Sexy, fein, chic oder exklusiv geht es natürlich auch! Aber, wie Grün und Fair sind die Marken der Kategorie “Lingerie & Feines”? Es gibt klare Unterschiede und eine Menge Auswahlmöglichkeiten!

Vorläufer mit 8 – 6 v. 16 Pkt. sind:

Vero Moda, Wonderbra, MTWTFSS Weekday, Burberry und Acne.

Mitläufer mit 5 – 3 v. 16 Pkt. sind:

Calvin Klein, Marie Jo, Stella McCartney, Prima Donna, Monki, Victoria’s Secret, Sloggi, Valisere, Triumph, La Senza, Marc Jacobs, Esprit und DKNY.

Schlusslichter mit 2 – 1 v. 16 Pkt. sind:

United Colors of Benetton, s.Oliver, Hugo Boss und Tommy Hilfiger.

Nullnummern sind:

Hunkemöller, Diesel, Daniel Hechter, Pussy Deluxe, Vive Marie, Bugatti, Simone Perele, Giorgio Armani, Michael Kors, Dolce & Gabbana, Paul Smith, Dior, Chanel und Ralph Lauren.

Zwei Dinge fallen in dieser Kategorie besonders ins Auge. Erstens gibt es keine Marke die besonders gut abschneidet. Mit gerade einmal 8 von 16 möglichen Punkten ist Vero Moda alleiniger Spitzenreiter. Zweitens fallen wiedermals insbesondere die großen Luxusmarken negativ auf. Herausgearbeitet hatten wir das bereits in unserem Branchenreport “How Future-Proof are Fashion Brands?…”, veröffenlicht im Dezember 2010.

Zum Bericht von RESET geht hier!

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Gesetz von Angebot und Nachfrage bestimmt, dass der Verbraucher bekommt was er will. Der Kunde ist König und sein Portemonnaie sein Zepter!

Jedoch hat es den Anschein, dass es Unternehmen, die täglich Tausende, Millionen oder gar Milliarden Produkte verkaufen, nicht sonderlich schwer fällt, den Verbrauchern dieses Machtgefühl zu nehmen. Stark geprägt wird die heutige Konsumkultur nämlich durch Impulskäufe, welche sich vor allem auf Image und Preis – Paradeeigenschaften starker Marken – eines Produktes richten.

Die oft gefühlte Ohnmacht, dass strategische Kaufentscheidungen im Sinne von Mensch und Natur bei den Markenherstellern daher kaum Wirkung entfalten, ist dementsprechend gut nachvollziehbar.

Gute Neuigkeiten…

…die Mut machen, liefern nun die Resultate einer vom UN Global Compact und Accenture durchgeführten Studie. Im Rahmen der Studie wurden Interviews mit 766 CEO’s von global agierenden Unternehmen durchgeführt. Heraus kam, dass 93% aller befragten Vorstände und Geschäftsführer eine umweltfreundliche und faire Unternehmensführung für „wichtig“ oder „sehr wichtig“ bezogen auf eine erfolgreiche Zukunft der unternehmenseigenen Marke(n) halten.

Eine „erfolgreiche Zukunft“ – die wird wiederum vor allem durch einen Gradmesser bestimmt: Langfristige beziehungsweise nachhaltige Gewinneinkünfte.

Schön zu hören…

Die Studie ist unterteilt in sieben Sektoren: Automobile, Bankwesen, Kommunikation, Konsumgüter, Energie, Infrastruktur & Transportwesen und Betriebsmittel. Eine besonders erfreuliche Überraschung ergaben die Interviewresultate der Sektoren “Automobile” und “Konsumgüter”: Ausnahmslos jeder CEO gab an, dass eine nachhaltige Unternehmensführung ein „wichtiger“ oder „sehr wichtiger“ Erfolgsfaktor für die Zukunft sein wird. Und selbst im am schlechtesten abschneidenden Sektor, “Kommunikation”, waren dies immerhin noch 81% der CEO’s.

72% aller CEO’s gaben zudem an, dass sich deren Nachhaltigkeits-Engagement vor allem an der Verbrauchernachfrage ausrichtet! Die Studie identifizierte darüber hinaus fünf Hauptvorrausetzungen, damit die Markenhersteller nachhaltiges Wirtschaften als zwingend notwendig begreifen. Vorraussetzung Nummer 1? „Verbraucher die kontinuierlich nachhaltig produzierte Produkte und Dienstleistungen nachfragen, und somit selbst die besten Marktvorrausetzungen dafür schaffen.“

Wie so oft hat der Volksmund also auch in diesem Fall Recht: Der Kunde ist König!

Daher werter König, auch wenn es beschwerlich erscheint, bleiben sie geduldig und gebrauchen sie ihr Zepter so, dass sie vor allem den engagierten Unternehmen ihre besondere Gnade erweisen. Es wird sich für alle lohnen!

Greenpeace war neulich zu Besuch am europäischen Hauptsitz von Nike in der Niederländischen Stadt Hilversum. Wie üblich geschah das dabei nicht via Haupteingang, sondern die Greenpeace Aktivisten rollten vom Gebäudedach ein 16 Meter T-Shirt aus. Das Ziel der Aktion: Aufmerksamkeit für die jüngst gestartete Detox Kampagne! Was ist das Problem? Große Gewässer im chinesischen Jangtse- und Pearlfluss-Delta werden durch gefährliche Chemikalien zweier bedeutender Textilfabrikanten schwer verunreinigt. Neben anderen internationalen Markenherstellern, lassen vor allem auch Nike und Adidas von diesen Fabrikanten Kleidungsstücke herstellen.

Bei entsprechenden Abwasser-Proben durch Greenpeace wurden eine große Anzahl hormonell wirksamer oder giftiger Chemikalien belegt. Diese Chemikalien, mitunter endokrine Disruptoren, sind eine ernsthafte Bedrohung für die menschliche Gesundheit und Umwelt. Im zur Detox Kampagne zeitgleich erschienenen Greenpeace Report Schmutzige Wäsche, können zu den dramatischen Umständen weitere Einblicke gewonnen werden. Laut Greenpeace stellen die Umstände im Jangtse- und Pearlfluss-Delta aber nur die Spitze des Eisberges da. Das scheint in der Tat wohl so zu sein, denn bereits im Mai 2009 hatte der Nachrichtendienst Reuters über ähnlich bedenkliche Umstände in Bangladesh berichtet.

Mit Blick auf unsere eigene Datenbank, bestehend aus über 400 Kleidungs- und Schuhmarken, wird zudem deutlich, dass Nike und Adidas lediglich die prominentesten Akteure in diesem giftigen Geschäft sind. Gerade einmal 5% aller durch uns gerankten Modemarken geben zum aktuellen Zeitpunkt an, überhaupt eine Umweltstrategie hinsichtlich Nassverfahren innerhalb des Produktionszyklus zu verfolgen. Und selbst entsprechend kommunizierte Strategien, unter anderem auch durch Nike und Adidas, beschreiben heutzutage zumeist eher den Plan hinzu einer sauberen Zukunft im Textilsektor, jedoch nicht die Wahrung und Weiterentwicklung bereits bestehender Produktionsabläufe, welche notwendig und wünschenswert im Sinne von Mensch & Natur wären.

Sportschuhe = Sauber & Fair? Leider Nein! Unterstützt daher die Detox Kampagne von Greenpeace!