Wie nachhaltig sind deine Lieblingsmarken?

Sportschuhe = sauber & fair?

Wichtiger Bestandteil für ein gesundes Leben ist ausreichende Bewegung. Darum, und weil es zudem ganz einfach Freude bereitet, treiben viele Menschen Sport. Dabei gibt es einige die regelmäßig sehr aktiv sind, während andere ihre kostbare Energie und oftmals großartigen Talente für besondere Momente bewahren. Ebenso gehen einige sehr ambitioniert zu Werke, während für andere eher der Spaß am Aktiv sein im Vordergrund steht. Fast alle Sportler eint jedoch ein Anspruch: Die Sportbekleidung sollte nicht nur etwas her machen und funktional sein, sondern zudem auch Körper und Gesundheit schützen bzw. nicht gefährden.

Um zu erfahren wie gesundheits-, umwelt-, klima- und menschenfreundlich Sportschuhe bekannter Markenhersteller produziert werden, hat Reset.to daher dieses mal einen genauen Blick auf Puma, Adidas, Nike & Co. geworfen. Der Blickwinkel richtete sich dabei unter anderem auf die Verwendung zweifelhafter Chemikalien, aus welchen mitunter viele Sportschuhe hergestellt werden. Die Erkenntnis daraus ist klar und deutlich nicht positiv. Krebserregende Zinnorganische Verbindungen,  giftige Amine und Anilin sowie chromgegerbtes Leder werden regelmäßig bei der Herstellung von Sportschuhen gebraucht. Gestützt wird diese Erkenntnis auch von Greenpeace Einschätzungen und einer Untersuchung der Zeitschrift “Öko-Test“.

Und auch in unseren Rankings wird deutlich, dass keiner der großen bekannten Markenhersteller von Sportmode und Schuhen – Puma, Adidas, Reebok, Nike, Champion, New Balance, Brooks, Russel Athletic, Lotto Sport & Diadora – weder zu fünf Prozent, geschweige denn zu zehn oder 25 Prozent, Kleidung aus umweltfreundlichen, unbearbeiteten Materialien entsprechend ihres gesamten Produktionsvolumens herstellen. Darüber hinaus bleibt zudem die Umweltstrategie in Bezug auf Nassverfahren innerhalb des Produktionszyklus (z.B. Bleichen und Färben von Textilien) bei Adidas, Reebok, New Balance, Russel Athletic, Lotto Sport & Diadora unklar und ist somit durch Rank a Brand nicht positiv bewertbar.

Als Referenzkriterium hinsichtlich umweltfreundlicher und unbearbeiteter Materialien gelten für Rank a Brand die „Benchmark Fasern“ der Klasse A & B der Non-Profit Organisation „Made-By“.

Weiterhin wird durch unsere Rankings besonders augenscheinlich, dass fast keiner der oben genannten Markenhersteller für wirklich tiefgreifende Vorrausetzungen sorgt, um faire Arbeitsbedingungen, entsprechend der betriebseigenen Verhaltenskodexe, im gesamten Produktionsprozess zu schaffen. Zwar gelten in der öffentlichen Meinung Unternehmen wie Nike mittlerweile als Vorreiter für das Schaffen von menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, jedoch entsprechend des eigenen Verhaltenskodex erfüllt auch Nike nicht die folgenden dazu grundlegendsten Vorrausetzungen:

– Beinhaltet der Verhaltenskodex zumindest zwei der folgenden Arbeitsrechte: 1. ein formell registriertes Arbeitsverhältnis 2. eine Arbeitswoche von maximal 48 Stunden sowie freiwillige, bezahlte Überstunden (max. 12 Std.) 3. ein zum Leben ausreichendes Gehalt?

– Schließt der Verhaltenskodex das Recht ein, dass Arbeitnehmer eine Gewerkschaft gründen oder einer beitreten können und somit gemeinsame Tarifverhandlungen durchführen können? Sollten diese Rechte gesetzlich eingeschränkt sein, schließt der Verhaltenskodex das Recht ein, andere Wege zu einer unabhängigen und freien Vereinigung sowie Tarifverhandlungen zu fördern?

Lediglich New Balance kann entsprechend des unternehmenseigenen Verhaltenskodex einen Ranking Punkt für die zweite Bewertungsfrage erhalten. Alle anderen Markenhersteller erhalten für diese zwei Fragen keine Bewertungspunkte! Als Referenzquellen dienen Rank a Brand bei der Erstellung dieser Bewertungsfragen die thematisch jeweils entsprechenden Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen (UN).

Entsprechend unserer Rankings erscheint das aktuelle Gesamtbild also ebenso ernüchternd und es bleibt die Frage: Was tun als gesundheitsbewusster und sportlich aktiver Verbraucher, der sich darüber hinaus auch noch um das allgemeine Wohl von Mensch & Natur sorgt? Möglichkeiten um aktiv zu werden, sowie Marken-Alternativen gibt es glücklicherweise! Welche das sind, verrät der Bericht von Reset.to.

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One Comment

  1. Posted 16/06/2011 at 10:47 am | Permalink

    Das ist doch mal ne gute info. Also wär es am besten wenn man einfach Barfuß läuft… 😉

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