Wie nachhaltig sind deine Lieblingsmarken?

Google’s Transparenz zum Klimaschutz hinterlässt Fragezeichen

Google hat in der letzten Woche neue Angaben zum eigenen CO2 Ausstoß veröffentlicht. In Form ansehnlicher Infografiken machte der Suchriese die neuen Informationen öffentlich. Das hat zur Folge, dass Google dadurch an die Spitze unserer Website Rankings gerückt ist. Soweit so gut… Es fehlen jedoch auch noch viele Informationen und beim Auswerten der neuen Info’s schrillten bei uns zudem die Greenwashing Alarmglocken.

Saustall
Zum ersten Mal hat Google seinen CO2 Fußabdruck veröffentlicht. Dieser wird entsprechend Google Angaben vollkommen kompensiert. Konkret deutlich gemacht wird jedoch nicht, wie und wo das geschieht. Dafür aber zeichnete Google das Bild einer Viehhaltung welches aufzeigt, wie, im Rahmen eines Google Kompensations Projektes, die Methangasse vom Vieh abgefangen werden und für den eigenen Energieverbrauch wiederverwertet werden. Durchaus sympathisch, aber eine vollständige Liste mit allen CO2-Kompensations Projekten von Google hätte uns deutlich besser gefallen! Ebenso wäre eine Berichterstattung nach den Standards der Global Reporting Initiative gut gewesen. Beinahe jedes global agierende Unternehmen tut das bereits.

Greenwashing Alarm
Eigenartig ist zudem, dass Google einen Verbrauch von 25% erneuerbarer Energien angibt, jedoch nur 6% selber ankauft.  Der restliche Anteil befindet sich im Standard-Mix des Stromnetzes. Google rechnet sich diesen aber selber zu. Ist das erlaubt? Eine Begründung steht jedenfalls aus.

Des Weiteren etwas zum Begriff „Energiesparendes Rechenzentrum“:  Sparen die Rechenzentren wirklich kontinuierlich einen wesentlichen Anteil Energie ein? Eher nein. Auch Google’s Rechenzentren verbrauchen noch stets große Mengen Energie, auch wenn das bereits relativ effizient geschieht.

Was man selber tun kann…
Google gibt auch Tips dazu, wie wir selbst das Internet “grüner” gebrauchen können. Einer der Tips ist: Gebraucht Gmail, denn Gmail ist Bestandteil der Cloud (dt. Rechnerwolke) von Google! Laut Google werden die Server in den eigenen Rechnerwolken nämlich optimal genutzt und arbeiten somit auch sparsamer.

Einmal mehr: Soweit so gut…  Von Hotmail oder Yahoo! unterscheidet sich Google dadurch aber nicht besonders.

Strengere Kriterien
Um Google’s Nachhaltigkeitsengagemt zukünftig noch besser mit dem von Yahoo!, MSN und weiteren populären Suchseiten beurteilen und vergleichen zu können, werden wir noch vor Ablauf des Jahres unsere Kriterienliste erweitern. Neu einbezogen werden dann insbesondere jüngste Best-Practise Praktiken innerhalb des Website Sektors. Einhergehend damit werden dann auch Updates zu allen gerankten Internetmarken erfolgen.

Unterstützung sowie Hinweise zu diesem Vorhaben sind dabei jederzeit willkommen!

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