Wie nachhaltig sind deine Lieblingsmarken?

Casual Mode – einige gute Optionen

Von A wie Aaiko bis Z wie Zimstern, wir haben in diesem Jahr über 400 Modemarken zu ihren Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz sowie fairen Arbeitsbedingungen untersucht. Dabei haben wir für alle Modemarken aus sämtlichen Branchen (z.B. Modehäuser, Schuhe, Luxus oder Sport / Outdoor) unsere aktualisierten Bewertungskriterien angewandt. Den Abschluss unserer diesjährigen Rankings macht nun die Branche für Casual Mode.

Im Vergleich zu anderen Modebranchen fällt auf, dass es unter den Casual Marken mehr Hersteller gibt, welche wir mit einem B-Label als empfehlenswert einstufen können. Es handelt sich dabei um die folgenden acht Marken: armedangels, bleed, Greenality, hessnatur, Kollateralschaden, People Tree, recolution und Waschbär. Ein A-Label hat hingegen keine Marke erreicht.

Casual-Ranking-2015-DE

Insgesamt haben wir 80 Casual Marken untersucht. Alchemist, Continental Clothing, Knowledge Cotton Apparel, Komodo und Monki erzielten dabei ein C-Label und werden von uns als bedingt empfehlenswert eingestuft. Insbesondere Alchemist, Continental Clothing, Knowledge Cotton Apparel und Komodo könnten noch besser im Ranking abschneiden, wenn ihre Berichterstattung zur Nachhaltigkeit stichhaltiger wird. Alle weiteren Marken, darunter auch American Apparel, Black Milk, CarharttFruit of the Loom und Tom Tailor, schnitten im Ranking nur mit einem D-Label (kaum empfehlenswert) oder E-Label (nicht empfehlenswert) ab.

Das E-Label wurde gar am häufigsten vergeben. Das ist auch auf eine mangelhafte Transparenz / Berichterstattung zur tatsächlichen Nachhaltigkeitsleistung zurückzuführen. Insbesondere bei den E-Label bewerteten Herstellern bleibt es daher schwierig nachvollziehbar, ob die jeweiligen Kleidungsstücke nach Kriterien der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit empfehlenswert sind. Unsere Erfahrungen in den letzten Jahren machen jedoch deutlich, dass es bei den entsprechenden Herstellern im Normalfall kaum überzeugendes zur Nachhaltigkeit zu berichten gibt.

scorecard_casualclothing_DE

Die am besten bewerteten Casual Marken verdeutlichen demgegenüber das Gegenteil. Es wird bei allen B-Label bewerteten Marken klar, dass Klima- und Umweltschutz sowie Fairness in der Produktion wesentliche Bestandteile der unternehmerischen Aktivitäten sind. Bei allen acht als empfehlenswert eingestuften Marken spiegelt sich dies selbst im Namen der Marke wieder.

Die B-Label Marken überzeugen dabei insbesondere durch einen überwiegenden Gebrauch umfreundlicher Rohstoffe wie Bio- oder recycelter Baumwolle, Bio-Leinen oder recyceltes Polyester. Die Produktion ist zudem zu Teilen oder gar vollständig entsprechend der Standards des GOTS zertifiziert. Insbesondere mit Bezug auf getroffene Maßnahmen zur Vermeidung gefährlicher Chemikaliengruppen sowie fairen Arbeitsbedingungen in der Produktion ist diese Zertifizierung als positiv zu bewerten.

Zu Themen wie Klimaschutz, Abfall- und Verpackungsvermeidung, Rückgabe- und Reparaturmöglichkeiten von getragenen Kleidungsstücken, Transparenz bezüglich Lieferantenbeziehungen sowie die Realisierung einer tatsächlichen Zahlung eines zum Leben ausreichenden Gehalts in der Produktion (“Living Wage“), bleibt hingegen auch bei den bestbewerteten Marken vieles oft unklar. Positive Ausnahmen gibt es aber auch hier. So machen armedangels, Greenality, hessnatur und Waschbär deutlich, dass entweder vollständig oder zu Teilen erneuerbare Energie für den Stromverbrauch bezogen wird. Eine wirklich aussagekräftige Klimabilanz der letzten Jahre wird hingegen von keiner der Top bewerteten Marken veröffentlicht.

Das gleiche betrifft aussagekräftige Informationen zu getroffenen Maßnahmen und Resultaten zur Minimierung des Abfall- und Verpackungsaufkommens. Auch zur Rückgabe- und Reparaturmöglichkeit getragener Kleidungsstücke – Stichwort Kreislaufwirtschaft – gibt es keine klaren Infos. Andere Hersteller, wie beispielsweise Mud Jeans und selbst H&M, rücken dieses Thema stärker in den Vordergrund. Transparenz zu den Lieferantenbeziehungen bieten hingegen Greenality, People Tree und Kollateralschaden. Hier wird deutlich, in welchen Betrieben die Kleidungsstücke hergestellt werden. Kollateralschaden stellt sich dabei jedoch als Sonderfall dar. Denn diese Marke schneidert noch ausschließlich selbst im eigenen Atelier in Berlin.

Alle Details zu den Rankings..

..können hier eingesehen werden.

Die Bewertungskriterien..

..können hier eingesehen werden.

Unterstütze uns..

..mit einer Spende oder mach mit als Ranker. Danke!

Related Posts

Post a Comment

Your email is never shared. Required fields are marked *

*
*