Wie nachhaltig sind deine Lieblingsmarken?

Schokolade Ranking 2016 – Zotter & GEPA top

Das Jahr 2016 starten wir mit unseren neuen Rankings für Schokolade. Die Resultate umfassen dabei das ganze Spektrum möglicher Einstufungen im Ranking: vom A-Label (Top-Marke) bis E-Label (nicht empfehlenswert). Die neuen gemeinsamen Spitzenreiter sind die österreichische Marke Zotter sowie GEPA. Beide Marken erhalten das A-Label. Drei weitere Marken erhalten von uns ein B-Label: Die Gute Schokolade, ForestFinest und Green & Black’s. Diese Marken werden somit als empfehlenswert eingestuft.

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Das breite Feld der untersuchten Marken wird jedoch als bedingt oder kaum empfehlenswert eingestuft. Hier finden sich insbesondere Marken wie KitKat, Nutella oder Snickers der Lebensmittelkonzerne Nestlé, Ferrero sowie Mars Inc. wieder. Jedoch auch Ritter Sport wird mit einem D-Label nur als kaum empfehlenswert eingestuft.

Den Abschluss im Ranking bilden jene Marken, die mit einem E-Label als nicht empfehlenswert eingestuft wurden. Dies sind beispielsweise Merci, Ovomaltine, Leonidas und Lindt. Dazu gesellen sich mit Toblerone und Milka zudem zwei Marken des Konzerns Mondelēz International.

 

Schokolade Ranking 2016-Rank a Brand

 

Ein Schwerpunkt unserer diesjährigen Untersuchungen bildete, naturgemäß, der ökologisch sowie sozial nachhaltige Anbau und faire Handel des verarbeiteten Kakaos. Auffallend ist, dass die klare Mehrheit aller Hersteller mit Organisationen wie Fairtrade, UTZ Certified und Rainforest Alliance kooperieren. Dies schließt auch die Lebensmittelkonzerne Nestlé, Mars Inc., Ferrero und Mondelēz International ein. Unter diesen Unternehmen bezog Mars Inc. mit 36% in 2014 dabei den höchsten Anteil zertifizierten Kakaos am Gesamtvolumen.

Die besten Marken im Ranking – Zotter, GEPA, Die Gute Schokolade und Green & Black’s – beziehen hingegen zu 100% Fairtrade zertifizierten Kakao. Die Schokoladen von GEPAZotter und Green & Black’s sind darüber hinaus zu Teilen auch entsprechend Umweltstandards wie EU-Bio, Soil Association oder Naturland zertifiziert. Im speziellen Bezug auf den fairen Handel überzeugt zudem insbesondere GEPA. Dies ist der einzige Hersteller, der neben den üblichen Fairtrade-Prämien im Rahmen des eigenen ‘Fair +‘ Programmes eine eigene, zuzügliche Prämie von rund 22% zahlt.

In das Ranking fließen auch Maßnahmen und Resultate zum umweltfreundlichen sowie fairen Anbau weiterer Zutaten wie Vanille, Zucker oder Palmöl ein. Auch hier gilt: die Konzerne haben diese Themen auf ihrer Agenda. Deutlich wird dabei, dass insbesondere das Thema Palmöl an Relevanz gewonnen hat. Lindt und Ferrero (für Ferrero Rocher, Kinder, Mon Cheri und Nutella) sind unter den ‘konventionellen’ Herstellern am weitesten und beziehen ausschließlich RSPO Palmöl entsprechend des ‘Segregated‘ Modells. Jedoch, auch hier überzeugen die Top-Marken GEPA und Zotter wieder am ehesten. Alle Zutaten, einschließlich Palmöl (sofern überhaupt verarbeitet), werden, wenn möglich, aus biologisch- und / oder sozialzertifizierter Landwirtschaft bezogen.

Der ressourcenschonende Umgang mit Materialien zur Vermeidung eines übermäßigen Verpackungsaufkommens sowie die Verringerung des gesamten Abfallaufkommens sind ein weiterer Aspekt unseres Rankings. Wieder ist es Zotter, welches unter allen Marken am ehesten überzeugt.  So werden ausführliche Bilanzierungen zum Verpackungs- und Abfallaufkommen veröffentlicht und wird aufgezeigt, dass insbesondere die Abfallvermeidung effizienter geworden ist.

Beim Klimaschutz kann hingegen kaum ein Unternehmen überzeugen. Einzig ForestFinest erzielt hier die volle Punktzahl. Das Kerngeschäft von ForestFinance (Markeneigner von ForestFinest) hat jedoch auch die Aufforstung von Wäldern in tropischen Regionen zur Grundlage. Allein dadurch wurden sämtliche CO2e-Emissionen der letzten Jahre um ein Vielfaches kompensiert. Die Klimabilanzen der meisten anderen Hersteller weisen, sofern überhaupt öffentlich gemacht, höchstens relativ geringe Verbesserungen auf.  So sank die Klimabilanz von Nestlé, der größte Klimaemittent aller untersuchten Hersteller, zwischen 2013 und 2014 zwar um rund 2,6%. Angesichts der 2014er Klimabilanz (ohne Lieferkette) von rund 7,6 Millionen Tonnen CO2e ist der Hebel somit zwar stark, bleibt jedoch auch noch sehr viel zu tun.

 

19.01.2016 – UPDATE zum Beitrag: ForestFinest hat weitere Angaben zum gesamten Verpackungsaufkommen veröffentlicht. Das hat eine Verbesserung des Rankings auf ein A-Label zur Folge.

 

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One Comment

  1. Posted 20/01/2016 at 5:55 pm | Permalink

    Ein spannender und süsser Start ins neue Jahr. Interessant finde ich besonders, dass “Fairtrade”, “UTZ Certified” und “Rainforest Alliance” nicht wirklich aussagekräftige oder hohe Standards darstellen. Da ist also bei den meisten noch durchaus Luft nach oben möglich!
    Falls ihr noch weitere Schokoladen-Marken testen werdet, würden mich die Resultate der veganen Alternative “iChoc” noch interessieren.
    Besten Dank für euren Einsatz!

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