Wie nachhaltig sind deine Lieblingsmarken?

GEPA & Lebensbaum Spitzenreiter bei Kaffee und Tee

Zeit für Kaffee. Oder doch besser Tee? Wie dem auch sei, es kann gewählt werden. Wir haben Markenhersteller aus beiden Produktgruppen untersucht. Die Auswahl empfehlenswerter Hersteller ist allerdings sehr gering. Neben Gepa und Lebensbaum können wir für beide Produktgruppen kaum weitere Marken empfehlen. Lediglich Café Intención wird mit einem B-Label ebenfalls als empfehlenswert eingestuft. Tchibo erzielt zudem ein C-Label und ist somit bedingt empfehlenswert.

Die weiteren im Ranking vertretenen Kaffee- und Teemarken sind: Dallmayr, Douwe Egberts, illy, Lavazza, Nescafé, Nespresso, Segafredo und Starbucks für Kaffee, sowie Celestial Seasonings, Dallmayr, Dilmah, Lipton, Pickwick, Tazo, Twinings und YogiTea bei Tee. Alle diese Hersteller werden mit einem D- oder E-Label jedoch als kaum- oder nicht empfehlenswert eingestuft.

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Tee

Bei den untersuchten Teemarken ist der Unterschied zwischen den beiden Top-Marken sowie dem weiteren Feld sehr deutlich. Lebensbaum und Gepa punkten in erster Linie durch den Bezug von bio- und sozialzertifizierten Rohwaren wie Tee, Kräuter und Früchte. Gepa überzeugt dabei vor allem durch die getroffenen Maßnahmen zum fairen Anbau und Handel des Tees. So zahlt Gepa mitunter Preise, welche die vorgeschrieben Mindestpreise von Fairtrade International deutlich übersteigen. Ebenso macht Gepa öffentlich, von welchen Zulieferern der Tee bezogen wird. Lebensbaum punktet demgegenüber insbesondere bei unseren Bewertungsfragen zum Klima- und Umweltschutz. In beiden Themenbereichen konnte die volle Punktzahl vergeben werden. Beispielsweise aufgrund des ausschließlichen Gebrauchs erneuerbarer Energie (für Elektrizität und Wärme).

Die mit einem D- oder E-Label eingestuften Teemarken machen hingegen kaum deutlich, welcher Anteil des verarbeiteten Tees nach Standards wie Fairtrade, EU-Bio oder Rainforest Alliance umweltfreundlich und / oder fair produziert wurde. Entsprechend zertifizierte Produkte sind jedenfalls bei fast allen Teemarken mehr oder weniger vereinzelt im Sortiment zu finden. Ebenfalls kann keine dieser Marken überzeugende Resultate beim Klimaschutz aufweisen. Bezüglich der Verminderung des Verpackungs- und Abfallaufkommens liefert zudem lediglich Twinings ansatzweise überzeugende Resultate.

Tee-Ranking-2016-RaB

 

Kaffee

Beim Ranking für Kaffeemarken ist das Gesamtresultat der Rankings etwas positiver. Angeführt wird das Ranking wieder von Gepa und Lebensbaum. Beide Hersteller überzeugen aus ähnlichen Gründen wie beim Ranking der Teemarken. In Ansätzen können jedoch auch Café Intención und Tchibo als gute Alternative herhalten. Die Produkte von Café Intención sind beispielsweise vollständig Fairtrade zertifiziert. Einige Produkte zudem nach dem EU-Bio Standard. Welche Maßnahmen zum Klimaschutz sowie zur Verminderung des Verpackungs- und Abfallaufkommens umgesetzt werden, macht der Markeneigner Darboven allerdings kaum deutlich. Bei diesen Themen ist Tchibo etwas überzeugender. Der Anteil umwelt- und sozialzertifizierter Kaffeebohnen ist dafür wiederum klar geringer (rund 35% in 2014).

Bei den mit einem D- oder E-Label gerankten Kaffeemarken verhält es sich wiederum ähnlich wie bei den Teemarken: die Angaben zu den Resultaten der getroffenen Klimaschutzmaßnahmen, der Vermeidung von Verpackung und Abfall und des Bezugs von umwelt- und sozialzertifizierten Kaffeebohnen sind bei all diesen Herstellern zu dürftig. Zwar berichten Hersteller wie illy, Nespresso und Starbucks umfassend über eigene Ansätze wie der Anbau des Kaffees umweltfreundlicher und fairer werden soll. Konkrete Resultate, welche zumindest Standards wie Fairtrade, UTZ Certified oder Rainforest Alliance entsprechen, werden jedoch nicht geliefert. Zudem, auch bei der Verminderung der Umweltauswirkungen von Kaffeekapseln liefern Hersteller wie Nespresso, Tchibo (für Cafissimo) und Dallmayr (für Capsa) noch keine überzeugenden Ergebnisse. Gleiches trifft jedoch auch auf die anderen Verpackungsarten der untersuchten Kaffeemarken zu.

Kaffee-Ranking-2016-RaB

 

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2 Comments

  1. Lazara79
    Posted 03/02/2016 at 8:29 am | Permalink

    Sie vergleichen bei Kaffee mit Cafe Intencion eine Submarke von Darboven mit Marken wie Gepa, Nescafe, Tchibo und Co.. Hat Darboven nur nachhaltige Produkte? Würde Darboven insgesamt auch die Note B bekommen?

  2. Posted 03/02/2016 at 9:32 am | Permalink

    Richtig, neben anderen Marken wie Mövenpick, Alberto oder Idee Kaffee ist Café Intención eine der Marken von Darboven, während Darboven selbst ausschließlich der Markenhersteller ist. Bei Unternehmen wie Tchibo, Dallmayr, GEPA oder Lebensbaum verhält es sich anders. Hier steht der Name des Markenherstellers gleichzeitig für die im Handel angebotene Marke. Weil Café Intención explizit als ‘Fairtrade’-Marke von Darboven vermarktet wird, ist davon auszugehen, dass andere Marken wie Mövenpick, Alberto oder Idee Kaffee eher schlechter im Ranking abschneiden würden.

One Trackback

  1. […] Ausrede sein: Die Kaffeemarke hat Einfluss auf Arbeitsbedingungen, Bodenqualität und Abfallmenge. Das Internetportal Rank a Brand hat sich deshalb die Marken angeschaut. Vorne im Ranking tummeln sich natürlich die üblichen […]

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