Wie nachhaltig sind deine Lieblingsmarken?

Verantwortungsvoll trinken, auch für die Umwelt

Das Oktoberfest ist zwar gerade rum, die nächste Gelegenheit für ein Bier zum Feierabend, Wochenende, Fußballspiel usw. ist aber sicher nicht weit. Auch in diesem Jahr soll daher unser aktualisiertes Ranking zur ökologischen Nachhaltigkeit populärer Biermarken wieder helfen, um auch im Sinne des Klimas und der Umwelt verantwortungsvoll zu trinken.

Untersucht wurden erneut Themen zur Klimabilanz und Effizienz, weiteren Klimazielen, Gebrauch erneuerbarer Energie, Verarbeitung bio-zertifizierter Rohwaren, Wasserbilanz und Effizienz, Verpackungs- und Müllaufkommen sowie Recycling von Abfall.

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Spitzenreiter ist und bleibt wie in den Vorjahren Neumarkter Lammsbräu. Unter allen untersuchten Biermarken überzeugt die Brauerei aus Neumarkt in der Oberpfalz seit jeher beispielsweise mit der konkretesten Nachhaltigkeitsberichterstattung und verarbeitet als einzige Brauerei ausschließlich bio-zertifizierte Rohwaren. Wir stufen Neumarkter Lammsbräu daher mit einem B-Label weiterhin als ’empfehlenswert’ ein.

Auf den weiteren Plätzen folgen Marken der Brauereikonzerne Heineken Group sowie Anheuser-Busch InBev. Die Marken Amstel und Heineken der Heineken Group konnten dabei den zweiten Rang im Ranking ergattern. Beck’s, Corona und Hasseröder von Anheuser-Busch InBev sowie Paulaner nehmen hingegen den dritten Rang ein. All diese Biermarken wurden mit einem C-Label als ‘bedingt empfehlenswert’ eingestuft.

Das Mittelfeld des Rankings formen mit Astra, Warsteiner, Krombacher, Bitburger und Rothaus insbesondere Biermarken aus Deutschland. Jedoch auch die irische Marke Guiness sowie die Niederländer von Grolsch und Alfa finden sich in diesem Segment des Rankings wieder. Mit einem D-Label sowie der Einstufung ‘kaum empfehlenswert’ wissen diese Hersteller bisher allerdings kaum zu überzeugen.

Die größte Gruppe im Ranking erzielt mit einem E-Label allerdings leider die schlechteste Bewertung und wird von uns als ‘nicht empfehlenswert’ eingestuft: Duvel, Störtebeker, Veltins, Augustiner, Erdinger, Flensburger, Jever, Oettinger, Radeberger und Sternburg.

 

BeerUpdate-2016-De-RaB

Vor allem bei den D- und E-Label bewerteten Biermarken begründen sich die eher ungenügenden Rankings allerdings auch mit einer kaum aussagekräftigen und nicht transparenten Berichterstattung zum betrieblichen Klima- und Umweltschutz. Diese Brauereien gewähren im Grunde kaum Einblick, wie umweltfreundlich die Biere produziert werden. Mehr Transparenz zu Themen wie Klimaemissionen, Wassereffizienz, Rohwaren oder Verpackungsaufkommen könnten die Rankings der jeweiligen Brauereien mitunter deutlich verbessern.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich so beispielsweise das Ranking von Rothaus von einem ehemals E-Label auf zumindest ein D-Label gesteigert, denn die Angaben zum Anteil erneuerbarer Energie in der Produktion sind seit diesem Jahr deutlicher. Von einem D- auf ein C-Label haben sich zudem die Rankings der Heineken Group und Anheuser-Busch InBev Marken verbessert. Beide Unternehmen konnten auf Konzernebene deutlich verbesserte Klimabilanzen aufweisen, was in Anbetracht der Größe dieser Unternehmen klar als positive Entwicklung bewertet werden kann (Heineken Group von 1.8 Mio. Tonnen CO2e in 2013 auf 1.5 Mio. Tonnen CO2e in 2015 / AB InBev von 6.0 Mio. Tonnen CO2e in 2014 auf 5.2 Mio. Tonnen CO2e in 2015).

Die Rankings der Marken Astra und Warsteiner sind demgegenüber jeweils von einem C-Label auf ein D-Label abgerutscht. Bei Warsteiner ist dies mit zu veralteten Kennzahlen in der Berichterstattung zu begründen, weswegen diese in unser aktuelles Ranking nicht mehr einbezogen werden konnten. Eine aktuellere Berichterstattung ist allerdings in Aussicht. Das Ranking wird dann auf dieser Grundlage nochmals aktualisiert. Der Grund für das schlechtere Ranking von Astra ist hingegen der, dass sich die Klimabilanz des Markeneigners Carlsberg Group zwischen den Jahren 2011 und 2015 nicht mehr ausreichend genug zum positiven entwickelt hat (998,944 Tonnen CO2e in 2011 auf 948,257 Tonnen CO2e in 2015). Eine spezifische Klimabilanz für die Brauerei von Astra wurde zudem nicht veröffentlicht.

Alle Details zu den Rankings..

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3 Comments

  1. Posted 21/10/2016 at 7:19 am | Permalink

    Schöner Test mit einem zu erwartenden Führenden. Was ich mich nur frage: Warum werden Becks und Öttinger in einem Biertest berücksichtigt?

  2. Posted 21/10/2016 at 7:40 am | Permalink

    Sehr schöne Idee, aber warum werden nur sog. Fernsehbiere getestet?
    Ich würde mich ja anbieten, fränkische Biere zu testen! 🙂

  3. Posted 21/10/2016 at 11:51 am | Permalink

    Hallo Andy, Danke für deine Nachricht. Wir haben einerseits einige der absatzstärksten Biermarken Deutschlands sowie eine Auswahl unserer Nutzer reingenommen. Weitere Marken für ein Ranking können hier angefragt werden: https://rankabrand.de/brand/request/result/no Beste Grüße!