Wie nachhaltig sind deine Lieblingsmarken?

Outdoor-Ranking 2019: Vaude setzt die Maßstäbe

Wenn es eine Art von Bekleidung gibt, die am ehesten mit der Natur verbunden wird, dann ist es Outdoor-Bekleidung. Seien es atmungsaktive Jacken, windgeschützte Hosen und wärmende Unterwäsche – die Art von Kleidung, die du beim Bergsteigen, Wandern und Mountainbiken trägst.

Allerdings – ist diese Kleidung ausschließlich gut, um die Natur zu genießen oder ist sie auch gut zur Natur selbst? Und fair produziert?

Outdoor-Marken betonen oft ihre enge Verbindung zur Natur. Deren Firmengeschichten beginnen nicht selten mit einer handvoll Outdoor-Liebhabern, die von der Natur inspiriert worden sind. Und zu deren Anerkennung kann gesagt werden, dass Outdoor-Marken langlebige statt modische und funktionale statt kurzlebige bevorzugen. So ist es auch längst nicht mehr Patagonia allein, dass zur Langlebigkeit der Kleidung aufruft und dafür Lösungen bietet.

Trotzdem gilt weiterhin: die Outdoorbranche muss weiterhin transparenter und leistungsstärker werden, wenn es um die Nachhaltigkeitsleistung bei der Herstellung der Kleidung geht.

Unser aktuelles Ranking zeigt: Speziell relevante Informationen zum Klimaschutz sind rar. Kaum eine Marke weiß mit guten Ergebnissen zu getroffenen Klimaschutzmaßnahmen zu überzeugen. Nur wenige Marken haben ihre Klimabilanz veröffentlicht. Und keines der untersuchten Unternehmen konnten diese im Vergleich zu den Vorjahren verringern. Vaude und Patagonia ragen als einzige Hersteller mit einer positiven Bewertung im Bereich Klimaschutz hervor – was somit ein maßgeblicher Grund für die Spitzenpositionen der beiden Marken im 2019er Ranking ist.

Statt Klimathemen fokussieren die meisten Marken häufig die Verwendung von umweltverträglichen Rohstoffen sowie die Vermeidung von bedenklichen Chemikalien. In unserem aktuellen Ranking erreicht dabei insbesondere Pyua eine starke Bewertung. Die anderen Hersteller blieben hingegen zu oft im Unklaren darüber, welche Materialien mit welchen Umwelteigenschaften zu welchen Anteilen in den Kollektionen der Marken verarbeitet werden.

Zwar arbeiten zudem viele Hersteller mit dem bluesign® system. Für Mensch und Natur problematische Chemikalien wie PFCs sind aber dennoch überwiegend in den Produkten und Herstellungsprozessen der meisten Marken enthalten. Veröffentlichte Bilanzierungen zu Müll- und Verpackungsaufkommen sind zudem ebenso begrenzt vorhanden. Auch zu diesen Themen wird es Vaude wiederum leicht gemacht, sich als Top-Marke im Ranking zu positionieren.

Faire Arbeitsbedingungen sind bei Modeunternehmen grundsätzlich ein Top-Thema in den zurückliegenden Jahren – und so auch bei den untersuchten Outdoormarken. Die meisten Marken punkten insbesondere in diesem Themenbereich. So veröffentlichten mittlerweile nicht wenige Marken eine Liste ihrer direkten Lieferanten, sind als Mitglieder in Initiativen wie der Fair Wear Foundation, Ethical Trading Initiative oder Fair Labor Association aktiv und berichten zu den getroffenen Maßnahmen für bessere Arbeitsbedingungen in der Lieferkette. Vaude, Pyua und Trigema können sich dabei als die bestbewerteten Hersteller im aktuellen Ranking positioneren. Beim zentralen Kriterium für wirkliche Fairness in der Produktion wissen allerdings noch immer die wenigsten Outdoormarken zu punkten: Lohnzahlungen (Living Wages) die eine Existenzsicherung und Menschenwürde sicherstellen.

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